Kadaver bereits stark verwest – Sorge wegen Bären

Acht tote Schafe im Pitztal

Montag, 22. Juli 2019 | 12:50 Uhr

Pitztal – Ein Schafbauer aus dem Pitztal in Nordtirol hat am heutigen Montag der Behörde acht tote Schafe gemeldet und Bilder von den bereits stark verwesten Kadavern übermittelt. Auch Fotos von Spuren im Schnee sind beim Land Tirol eingegangen.

„Aufgrund des starken Verwesungsgrads können wir die Todesursache nicht mehr zweifelsfrei feststellen. Auch die Entnahme von DNA-Proben macht bei diesem Erhaltungszustand keinen Sinn und würde keine verwertbaren Ergebnisse bringen“, analysiert Martin Janovsky, Beauftragter der Landes für große Beutegreifer. Der Zeitpunkt des Todes lässt sich ebenfalls nicht genau feststellen. Der Tierhalter hat seine Schafe das letzte Mal vor mehr als zwei Wochen vollständig gesehen.

Der betroffene Schafbauer aus dem Pitztal hat auch Bilder von Spuren im Schnee an das Land Tirol geschickt. „Diese sind ebenfalls älter und aufgrund der Schmelzvorgänge kaum mehr beurteilbar. Es ist durchaus möglich, dass es sich um Spuren eines Bären handelt“, so Janovsky.

Bereits Anfang Juni wurden im Pitzal auf einer Weide drei tote Schafe aufgefunden. In der darauffolgenden Nacht wurde ein Bär von der aufgestellten Wildkamera aufgenommen. Zusammenhänge mit den nunmehr im Pitztal aufgefundenen Schafen seien aber Spekulation und ließen sich weder bestätigen noch widerlegen.

Keine weiteren Meldungen von Schäden oder Sichtungen liegen dem Land Tirol aus dem Gebiet Sellraintal/Inntal vor. Auch das Ergebnis der DNA-Analyse der dort genommenen Proben liegt noch nicht vor. Über den derzeitigen Aufenthaltsort des Bären ist nichts bekannt. Für Menschen besteht keine Gefahr.

Allfällige Sichtungen, Bilder sowie Schäden kann die Bevölkerung an die jeweilige Bezirkshauptmannschaft melden.

www.tirol.gv.at/baer-wolf-luchs

Von: mk

Kommentare

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20 Kommentare auf "Acht tote Schafe im Pitztal"


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Mammy
Mammy
Tratscher
1 Monat 2 Tage

“es besteht keine gefahr” …was man nicht sieht ist auch nicht da,gell 🙈
bis er im eigenen garten steht?!

iuhui
iuhui
Kinig
1 Monat 2 Tage

bei Hunde ist die Gefahr sehr wohl sichtbar und konkret, aber interessanterweise gibt es keine Hysterie… komische Welt!

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
1 Monat 2 Tage

Hoffentlich ist unser Vaterland konsequent und greift in Sachen Großraubtiere hart durch. In Südtirol tun wir uns diesbezüglich leider wegen dem Stilfserjoch Nationalpark, dem ital. Umweltministerium und wegen dem fehlenden Verständnis der Befölkerung- vom Zusammenhang zwischen Berglandwirtschaft, Almwirtschaft, also Landschaftspflege und dem dadurch florierenden Wandertourismus von dem alle anderen Wirtschaftszweige profitieren, -recht schwer.

iuhui
iuhui
Kinig
1 Monat 2 Tage

ja ja Meineinteressenpfleger, wir haben es verstanden…

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
1 Monat 2 Tage

@iuhui
eben nicht verstandem habt ihr es!!

iuhui
iuhui
Kinig
1 Monat 1 Tag

@Landschaftspfleger
ja ja, doch, so oft hast du es uns hier gesagt, dass wir es alle total gut verstanden haben! Glaub mir 👍

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Die wieder Ansiedlung von Wolf und Bär war ein Fehler, das kann basieren und kann wieder gut gemacht werden. Gefährlich und Teuer wird’s erst wenn die Verantwortlichen das nicht Eingestehen.

kik
kik
Tratscher
1 Monat 2 Tage

in der laimburgschule nur singen und klatschen gelernt??🤣

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
1 Monat 2 Tage

…👍👍 Koste es was und so viel Steuergelder wie es wolle, auch Menschenleben, einen Fehler eingestehen, oder gar zugestehen, das kommt für solche Leute nicht in Frage!

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
1 Monat 2 Tage
Hallo zum Abend, der Pitztaler kann jetzt über die Versicherung des Tiroler Jägerverbandes einen Antrag auf Entschädigung stellen. Wird wohl abgelehnt werden, der Beweis fehlt eben. Im Anschluss sein Glück beim Land versuchen, ohne Rechtsanspruch und bewilligt nach “Wahrscheinlichkeit”. Die Entschädigungen, wenn gezahlt, sind durchaus marktüblich oder besser. Dritte Option: Die gefährdeten Tiere einstallen und einen Futterkostenzuschuss erhalten. Der Pitztaler wird nicht durch die Finger schauen.. Südtirol? Wenn es nicht beweiskräftig ein Beutegreifer gewesen ist (DNA) bleibt dem Betroffenem der Verlust und die Entsorgungskosten der Kadaver. https://www.suedtirolnews.it/chronik/penser-joch-acht-gerissene-schafe-entdeckt Eben “Pech gehabt” mit der umjubelten Biodiversität und ein halber bis ein ganzer… Weiterlesen »
Boerni
Boerni
Tratscher
1 Monat 1 Tag

danke für Ihren Kommentar.
sehr gut die Situation beschrieben…was ich aber hinzufügen möchte ist , das kleine Bauern wie ich sich diese Arbeit nicht antun um einen evt.Schaden von irgenwem ersetzt zu bekommen!
und an alle anderen die nicht mal imstande sind einen Goldfisch zu pflegen(armes Tier) …haltet einfach mal die Schnauze@!!!

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Ich glaub mich beißt ein Wolf!

erika.o
erika.o
Superredner
1 Monat 2 Tage

@Orschgeige

👍😅 Achtung … denn das kann dir auch noch passieren

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

@erika.o
Er hat mich schon gebissen! Anscheinend aber auch viele andere Tiroler.

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 2 Tage

…der Tierhalter hat seine Schafe das letzte Mal vor mehr als zwei Wochen vollständig gesehen….

Black-Mamba
Black-Mamba
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

@ barbastella
und wir haben eine versprengte Kalbin vor ettlichen Jahren über 1 Woche tagtäglich gesucht bis wir sie Gott sei Dank wolbehalten wieder gefunden haben.
1. extrem unübersichtliches und weitläufiges Gelände
2. wahrscheinlich aneinander versehentlich vorbeigelaufen
3. augenscheinlich dass @ barbastella eine kleine Ahnung von unseren Möglichkeiten hat

mandela
mandela
Superredner
1 Monat 2 Tage

da muss ich dir ausnahmsweise mal recht geben. wenigstens einmal pro woche sollten alle schafe mal gesichtet werden…

Stutzig
Stutzig
Neuling
1 Monat 2 Tage

Bis jetzt hats zum glück immer nur Tiere getroffen. Wird mit Sicherheit mal anders sein. Dann reicht kein geld der welt mehr…..

iuhui
iuhui
Kinig
1 Monat 1 Tag

bei Hunde ist es schon lange so und alles ist Normalität geworden… Heuchler!

Tanne
Tanne
Tratscher
1 Monat 1 Tag

Auf einen Containerschiff sind hunderte von Schafen im DRECK, ohne WASSER und FUTTER, vor der Ankunft im Zielhafen Elendig Verreckt!!!!!! Auch Lämmer lagen tief unter dem Dreck begraben.
Werden jetzt Schiffe abgeschossen?

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