Von: APA/AFP
Eine Kroko-Tasche ist dagegen überhaupt nichts Besonderes: In Paris wird eine Handtasche versteigert, die aus rekonstruierten Zellen eines riesigen Tyrannosaurus Rex hergestellt wurde. Das Auktionshaus Giquello, das die Versteigerung organisiert, schätzt den Wert des ungewöhnlichen Stücks, das am Donnerstagabend im Auktionshaus Hôtel de Drouot unter den Hammer kommen sollte, auf 300.000 bis 500.000 Euro.
Die schlichte schwarze Tasche war im Frühjahr bereits in Amsterdam präsentiert worden. Das Material für das Luxus-Accessoire wurde aus Kollagenresten hergestellt, die am Oberschenkelknochen eines T-Rex hafteten. Der Knochen war vor 25 Jahren im US-Staat Montana gefunden worden.
Im Labor “gebaut”
“In den vergangenen Jahren ist es gelungen, Techniken, Biotechnologien zu entwickeln, mit denen man eine Zellkultur dazu bringen kann, im Labor echte T-Rex-Haut zu ‘bauen'”, sagte der an der Auktion beteiligte Paläontologe Iacopo Briano der Nachrichtenagentur AFP. Daher gebe es nun eine Tasche aus der Haut eines vor 67 Millionen Jahren ausgestorbenen Tiers.
Das Auktionshaus Drouot pries die Tasche als “beispielloses Objekt in der Geschichte des Luxus” an. Zudem eröffne das zugrunde liegende wissenschaftliche Verfahren die Möglichkeit, Ledertaschen herzustellen, ohne dafür Tiere töten zu müssen. Gegenüber Kunstledertaschen liegt der Vorteil laut Briano auch darin, dass Kunstleder aus Plastik ist und Zellkultur-Leder hingegen zu 100 Prozent aus natürlichem Material bestehe.




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