Braunbären sind wanderfreudig

Bärenspuren im Schnalstal

Dienstag, 28. Mai 2024 | 07:07 Uhr

Von: mk

Schnals – Tourenskifahrer haben am Sonntag in Richtung Weißkugel in den Ötztaler Alpen im Schnalstal eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Im Schnee waren deutliche Bärenspuren erkennbar.

stnews

Da Braunbären wanderfreudig sind und sich nicht an Landesgrenzen halten, kommen Exemplare aus dem Trentino immer wieder nach Südtirol. Junge Bärenmännchen folgen ihrem Paarungstrieb und durchstreifen neues Territorium. Im April 2023 wurden drei Bären monitoriert, die in Südtirol unterwegs waren – unter anderem im Ultental und auf der Villanderer Alm.

Die Spuren im Schnee, die in Schnals entdeckt wurden, könnten darauf hindeuten, dass der Bär möglicherweise in Richtung Österreich unterwegs ist. Früher oder später kehren junge Männchen allerdings wieder in ihr angestammtes Territorium zurück.

stnews/Screenshot

Bekanntlich wurden im benachbarten Trentino im Rahmen des Projekts „Life Ursus“ im Jahr 1999 Braunbären aus Slowenien angesiedelt, um die Bärenpopulation in der Brentagruppe nicht aussterben zu lassen.

Bei den freigelassenen Tieren handelte es sich um drei Männchen und sieben Weibchen im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Innerhalb von 20 bis 40 Jahren sollte ein Bestand von 40 bis 60 Braunbären erreicht werden. Derzeit wird der Bestand allerdings auf rund 100 Exemplare geschätzt.

Doch nicht nur deshalb verläuft das Zusammenleben zwischen Mensch und Bär nicht immer reibungslos. Immer wieder verlieren sogenannte Problemtiere ihre natürliche Scheu vor Menschen und nähern sich bewohnten Siedlungen. Häufige Folgen sind zerstörte Bienenstöcke und gerissene Nutztiere – ein Ärgernis für die Bauern. Auch der Mensch selbst könnte durch sein Fehlverhalten zur Entwicklung von Problembären beigetragen haben.

Am 5. April 2023 ist der 26-jährige Andrea Papi beim Joggen im Wald oberhalb von Caldes im Val di Sole im Trentino von einer Bärin angefallen und getötet worden. Es handelte sich um den ersten dokumentarisch belegten Angriff eines Braunbären mit tödlichem Ausgang in Italien und den vierten überhaupt in den letzten 150 Jahren in Europa.

JJ4, die Bärin, die Andrea Papi tötete, war bereits vorher auffällig geworden, genau wie Jahre zuvor ihre Mutter. Ihr Bruder ist „Problembär Bruno“, der schon 2006 den bayerischen Alpenraum in Aufruhr versetzt hat.

In Italien hat sich seit dem tragischen Vorfall die Debatte um das Zusammenleben von Bär und Mensch deutlich zugespitzt. Die Landesverwaltung im Trentino will generell die Verbreitung der Spezies in dem Gebiet massiv verringern. Wie Landeshauptmann Maurizio Fugatti damals erklärte, müsse die Bevölkerungszahl der Bären um 70 Exemplare reduziert werden.

Die Bären, die im vergangenen April in Südtirol überwacht wurden, haben kein problematisches Verhalten an den Tag gelegt.

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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25 Kommentare auf "Bärenspuren im Schnalstal"


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Tratscher
22 Tage 12 h

❓❓❓wieviel Steuergelder wer für Bär u.Wolf ausgebm❓❓odo zohl des die Tierschutzer ❓obo bolse so viele Tier zerfleischen 😥u wellan nutzen hobmo v.Wolf u.Bär❗❓la Spesn❓❓😥

N. G.
N. G.
Kinig
22 Tage 11 h

Welchen Nutzen hat Natur? Wie kategorisiert man Tiere nach ihrem Nutzen?
Welchen Nutzen haben wir Menschen?

mitoga
mitoga
Tratscher
22 Tage 10 h

Weniger als für Hund und Katz. Was haben die für einen Nutzen? Katzen rotten singvögel aus, Hunde scheißen die Gehsteige voll. Katzen & Hunde genauso regulieren wie die Bärenpopulation!

Holz Michl
Holz Michl
Universalgelehrter
22 Tage 10 h

@N. G. In deinen Fall ist die Antwort auf deine Feage klar: gar keinen

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
22 Tage 8 h

mitoga@😂du vogleichsch a Kotze, an Hund mit an doschissn Gehsteig mit an Bär😂 na bittschian, wo lebschen du? Sicho in an Hochhaus in leschtn Stock, wos bis heint no nia af a Olmhitte odo in an Wold wor…Halleluja…

mitoga
mitoga
Tratscher
22 Tage 5 h

Es ging um das ausgegebene Steuergeld und ob Tiere einen Nutzen haben. Bitte lies es nochmal dann verstehst dus. Stimmt etwas an meinen Argumenten nicht ? Glaubt ihr wirklich für Hund und Katz werden weniger Steuergelder ausgegeben? Schön wie du persönlich bist, wenn du es genau wissen willst bin ich ein klassisches Südtiroler Dorfkind das bestimmt mehr im Wald und auf den Bergen unterwegs ist als die ganzen Schreier hier zusammen.

Kennschinwehin
Kennschinwehin
Grünschnabel
22 Tage 2 h

Und wis für stuiergelder werden für hund und kotz ausgeben? De poor haifelen zomm zu raumen. Die sem(zum glück gibs die strossenreinigung) kosten olm gleich viel…

Kennschinwehin
Kennschinwehin
Grünschnabel
22 Tage 2 h

Der mensch gehört zur natur. Also, wenn der bär tiere reißen darf, dann der mensch ah🤷‍♂️ isch jo natur…

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
22 Tage 14 h

Wanderslustig… jo jo bis wiedo uando ins Gross beisst…

OrtlerNord
OrtlerNord
Universalgelehrter
22 Tage 9 h

home…
Die Südtiroler bekommen Schnappatmung wenn sie von einem Wolf oder Bären hören !
Da gibt’s innerhalb eines Tages zwanzig und mehr Kommentare!
Wo ein Kleinkind vor ein paar Wochen von Hunden zerfleischt wurde, keine zehn Kommentare .

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
22 Tage 7 h

OrtlerNord@ welcher Hund war das? ein Kampfhund? diese würde ich sowiso verbieten oder nur mit spezieller Ausbildung halten darf…

Gagarella
Gagarella
Kinig
22 Tage 15 h

Ganz sicher, dass sie nicht vom Yeti stammen?

Hustinettenbaer
22 Tage 13 h
Faktenchecker
22 Tage 1 h

Husti gehen wir mal in den Schnee?

So kanns gehen: https://www.fährtenstempel-shop.de/produkt/braunbaer-faehrte-vorderpfote/

Hustinettenbaer
22 Tage 35 Min

@Faktenchecker
Gerne. Wann ?
😁

Faktenchecker
22 Tage 3 Min

Wir machen das wenn die nächste Zeitungsente gebraucht wird.

https://kupf.at/autorin/die-zeitungsente/

Hustinettenbaer
21 Tage 23 h

Da hab ich ja Schwein, äh Ente, gehabt.
Uff 🫨.

Faktenchecker
21 Tage 5 h

Saugut ! 🐷🐷🐷🐷🐷

ghostbiker
ghostbiker
Universalgelehrter
22 Tage 14 h

in Österreich werd geschossen ba ins schaugnse mitn Fernrohr ins Gebirge🤣

Doolin
Doolin
Kinig
22 Tage 9 h

…jeder tut halt was er kann…

Einheimischer
Einheimischer
Superredner
22 Tage 15 h

Ja, der weiß wo die leckeren Schafe im Schnals den Sommer verbringen…

Faktenchecker
21 Tage 23 h

“Welche Tiere frisst der Bär?
Ungefähr 75 % seiner Nahrung sind pflanzlich. Der Rest besteht vorwiegend aus Insekten, Aas und gelegentlich Kleintieren wie Mäusen oder Fröschen. Schon von Kindheit an wissen wir, dass der Bär Honig liebt. Er schätzt jedoch nicht nur Honig, sondern frisst auch die Brut, die eiweißhaltigen Larven der Bienen.”
tirol.gv.at

navy
navy
Grünschnabel
22 Tage 6 h

Oanfoch bärig a so a Bär !! Iberhaut wenn oan cor dir hosch !! Ahahah

Faktenchecker
21 Tage 23 h
Faktenchecker
22 Tage 1 h

Das stammt nicht vom Bär. Es sei denn er war zur Maniküre und hat sich die Krallen stutzen lassen.

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