EU-Projekt X-RISK-CC

Besser vorbereitet auf Umgang mit Extremereignissen

Dienstag, 03. Februar 2026 | 09:44 Uhr

Von: mk

Bozen – Umgang mit Extremwetterereignissen auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Zusammenarbeit von Behörden mit Forschungseinrichtungen, alpenweite Zusammenarbeit, Aktionsprogramm, Infoveranstaltungen in den Gemeinden zu Warnung, Alarmierung und Zivilschutzplanung: All diese Aspekte umfasst das EU-Projekt X-RISK-CC, das nach drei Jahren in diesen Tagen abgeschlossen wird.

“Im Rahmen des Interreg-Projekts X-RISK-CC konnten wir in den vergangenen drei Jahren wertvolle Erfahrungen zur Weiterentwicklung des Managements von Risiken aus Naturgefahren in Südtirol sammeln, insbesondere durch partizipative Prozesse, praktische Anwendungen in den Pilotgebieten sowie mehreren  thematischen Workshops mit lokalen und regionalen Akteuren”, berichtet der Direktor des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer: “Durch diese partizipativen Prozesse haben wir nicht nur inhaltliche Erkenntnisse gewonnen, sondern auch viel darüber gelernt, wie solche Formate erfolgreich geplant, moderiert und begleitet werden können.”

Im Vorjahr standen Gemeinde-Infoveranstaltungen auf dem Programm. “Es waren Info-Veranstaltungen für die Gemeinden mit Bürgermeistern, Gemeindevertretern, Zivilschutzreferenten, auch mit Feuerwehrkommandanten, die bei den Gemeinden sehr gut angekommen sind”, erläutert Gallmetzer: “Themen waren das Warnsystem und das Alarmierungssystem, der Landeszivilschutzplan und die Weiterentwicklung der Zivilschutzplanung auf Landes- und Gemeindeebene.” Insgesamt beteiligten sich an den 20 Veranstaltungen 98 Gemeinden.

Nun werden zusammenfassende Berichte für die Studiengebiete Vaia und Pflersch sowie Aktionspläne als Maßnahmenkataloge für die Verbesserung im Umgang mit Extremereignissen erstellt. Diese gemeinsam abgestimmten Maßnahmenkataloge sind ein wesentliches und vor allem konkretes Ergebnis des Projektes. Diese Projektergebnisse werden auch den Gemeinden Brenner, Welschnofen, Deutschnofen und Aldein in einer Videokonferenz zum Abschluss vorgestellt. Konkret geht es bei den Maßnahmen etwa um die Entwicklung und Erstellung eines Frühwarnsystems für Gewitter, regelmäßigen und standardisierten Debriefings nach Naturereignissen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Risikokommunikation an vulnerable Personengruppen.

Projekt X-RISK-CC

Aus der Analyse von vergangenen Unwetterereignissen und auf der Grundlage zukünftiger Projektionen im Zusammenhang mit extremen Phänomenen wurden im Rahmen des Interreg-Projekts X-RISK-CC alle Phasen des Umgangs mit Naturgefahren – Prävention, Vorbereitung, Bewältigung und Wiederaufbau – vertieft und Verbesserungsbereiche identifiziert. Aufgrund des Klimawandels ist künftig mit intensiveren und häufigeren Starkniederschlagsereignissen zu rechnen, die gravierende Auswirkungen auf das Land haben können. Im Fokus der Analysen standen in Südtirol das Extremereignis vom Sturmtief Vaia im Oktober 2018 und ein Gewitterereignis im Pflerschtal im Jahr 2021.

Die Agentur für Bevölkerungsschutz ist Partner des Projektes X-RISK-CC (How to adapt to changing weather eXtremes and associated compound RISKs in the context of Climate Change, Anpassung an sich verändernde Wetterextreme und damit verbundene Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel). Leadpartner ist das Forschungszentrum Eurac Research. Finanziert wird das Projekt über das Programm Interreg Alpine Space 2021-2027.

Bezirk: Bozen

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