Von: lup
Bozen – Am vergangenen Donnerstagnachmittag soll sich Medienberichten zufolge vor dem Stadttheater in Bozen eine dramatische Situation abgespielt haben. Gegen 16.45 Uhr sollen zwei Männer ausländischer Herkunft aneinandergeraten sein, woraufhin einer der beiden den anderen mit einem Pflasterstein attackierte. Obwohl das Opfer bereits am Boden lag, soll der Aggressor die Attacke fortgesetzt haben.
Eine Augenzeugin soll die Notrufnummer angerufen haben, um den Vorfall zu schildern. Da die Frau auf Deutsch sprach, soll der Beamte am Telefon in englischer Sprache entgegnet haben, dass er lediglich der italienischen Sprache mächtig sei. Die Frau, die sich nicht auf Italienisch verständigen konnte, soll daraufhin das Gespräch beendet und sich an eine nahe vorbeifahrende Carabinieri-Streife gewandt haben.
Die Beamten, die nur etwa 200 Meter entfernt waren, sollen allerdings offenbar nicht mit der gebotenen Eile reagiert haben. Medienberichten zufolge sollen sie zunächst im dichten Verkehr am Kreisverkehr gewartet haben und mehrere Minuten an einer roten Ampel gestanden sein, bevor sie den Tatort erreichten.
Die Süd-Tiroler Freiheit kommentiert den Vorfall, der ihr zufolge mehrere Probleme zum Vorschein bringe: Zum einen sei das gesetzlich garantierte Recht auf die Verwendung der deutschen Sprache im Behördenkontakt nicht eingehalten worden. Zum anderen stelle sich die Frage, warum die Einsatzkräfte nicht sofort reagierten, um dem Opfer schnellstmöglich Hilfe zu leisten.
Darüber hinaus zeige der Angriff erneut, dass Bürger und Touristen in Bozen und Umgebung im öffentlichen Raum Gewalt ausgesetzt sein können. Laut Beobachtungen und Berichten handle es sich bei den Gewalttaten häufig um Konflikte zwischen Ausländern unterschiedlicher Herkunft, die öffentlich ausgetragen und unbeteiligte Personen gefährden würden, so die STF.
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