Regeln einhalten

Corona-Pandemie: Massentests waren entscheidend

Samstag, 12. Dezember 2020 | 08:05 Uhr

Bozen – Die Situation in punkto Coronavirus drei Wochen nach der landesweiten Aktion “Südtirol testet“ ist am Freitag beleuchtet worden. Die Aktion war erfolgreich. Die Anti-CoV-Regeln sind allerdings weiter einzuhalten.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann berichtete bei der Landesmedienkonferenz zu Corona-Pandemie, dass die Aktion “Südtirol testet” nun in die zweite Runde geht. Durch ein neues, landesweites Frühwarnsystem  soll das Infektionsgeschehen engmas chig beobachtet und kontrolliert werden. Begonnen wird mit dem “Südtirol-Monitoring”.

Alle Maßnahmen würden stets aufgrund der gesammelten Daten und Erfahrungen getroffen, so der Landesrat, der im Hinblick auf Weihnachten alle aufrief, vorsichtig zu bleiben, Abstand zu halten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Kontakte zu verringern: “Ich bitte die Bevölkerung sich konstant diszipliniert zu verhalten, so werden wir auch Zahlen haben, die es uns ermöglichen ein weitgehend normales Leben zu führen.”

Tests waren zuverlässig und haben Folgeansteckungen vermieden

21 Indikatoren zeigen laut Gesundheitsdirektor Pierpaolo Bertoli, dass die Situation langsam besser wird und der Druck auf die Krankenhäuser abnimmt. In diesen 16 Tagen nach den Tests, die in Kombination mit dem Lockdown positiv waren, hätten sich die Krankenhausaufenthalte um 20 Prozent reduziert und die Intensiv-Fälle um 24 Prozent.

Anhand von Berechnungen zeigte der Biostatistiker Markus Falk die Entwicklung auf. “Während Anfang Oktober die Fallzahlen treppchenweise schnell nach oben gingen, haben die ersten Maßnahmen, die nach Allerheiligen gegriffen haben und dann die Massentests zu einem rapiden Abfall der Fälle geführt”, berichtete Falk. Schön wäre, wenn die Fallzahlen noch weiter abfallen und sich auf einem sehr tiefen Niveau einpendeln würden, so der Biostatistiker.

Dass die Tests zuverlässig waren, berichtete die Primaria des Labors für Mikrobiologie und Virologie des Südtiroler Sanitätsbetriebes Elisabetta Pagani anhand von Details aus dem Labor.

Tests waren entscheidend im Kampf gegen das Coronavirus

“Für den Südtiroler Sanitätsbetrieb waren die Massentests die Rettung, ja nichts weniger als das”, betonte der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs Florian Zerzer. Durch die Tests konnten die Krankenhäuser die große Herausforderung wieder schultern, ohne sie hätten die Krankenhäuser nur noch acht bis maximal zehn Tage Erkrankte angemessen betreuen können, so war die Situation am 13. November gewesen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Corona-Pandemie: Massentests waren entscheidend"


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Missx
Missx
Kinig
1 Monat 8 Tage

Nüchtern betrachtet, konnte ich als ich gestern wegen einer Erledigung durch Bruneck gegangen bin nicht nachvollziehen warum ich dabei eine Maske tragen sollte (es waren wenige Leute unterwegs, Abstand war mehr als vorgeschrieben) wenn auf der mit Folie verhangene Terasse einer Bar am Graben alle Tische dicht besetzt mit Menschen ohne Maske.
Hab dann meine Maske abgenommen, da ich es lächerlich fand.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 7 Tage

Kann ich gut nachvollziehen, mir geht’s ganz ähnlich. Allerdings lass ich die Maske drauf.
Dass in einer Bar keine Maske getragen werden kann, ist klar. Allerdings sollten die Betreiber dann verdammt noch mal sicherstellen, dass die Abstände eingehalten werden.
Die Bars dürften die nächsten hauptverantwortlichen Hotspots sein.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Es wär schade, wenn der ST-Vorsprung durch Unvorsichtige verspielt würde.

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 7 Tage

@Neumi
Eher lass ich die Maske in der Bar drauf (wobei ich eine Bar seit Corona prinzipiell meide), als in einer einsamen Gasse. Man hängt in der Bar ja nicht dauernd mit der Lippe am Glas, dass das nicht möglich wäre.
Aber ja, nur meine Meinung. Mal sehen was passiert

Buffalo
Buffalo
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

In Bruneck gelten scheinbar andere Regeln

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 7 Tage

@MissX In einer einsamen Gasse musst du sie nicht aufsetzen. In der Verordnung steht “wo man nicht alleine ist”. Ist schwammig formuliert, aber eine einsame Gasse zählt sicher nicht dazu.

Tschoegglberger.
Tschoegglberger.
Superredner
1 Monat 7 Tage

Vorsprung? wir stehen ganz schlecht da.

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 7 Tage

Herr Zerzer, Widmann . Hören sie mal was Herr Dr. Ploner sagt und sagte. Bei den Massentest sind sehr viele sogenannte positive i Quarantäne geschickt worden, obwohl sie wahrscheinlich NIE positiv waren.
In Österreich habe man alle positiven durch einen PCR Test nachkontrolliert. Und eben DAS festgestellt. Bei uns in Südtirol wurde NICHT nachgetestet. Es wurde wie so oft nur halbe Arbeit geleistet.

allesnurzumschein
1 Monat 7 Tage

@Storch24
👍👍👍 Das sitzt!!

Jiminy
Jiminy
Kinig
1 Monat 7 Tage

und wie viele falsch negative? Da hab ich in meinem praktischen Alltag grosse Erfahrung!

Staenkerer
1 Monat 7 Tage

wor gestern nochmittog einkaufn, des gschäft (großer suppermarkt), wor so voll das obstondholtn nit möglich wor,ober maske hobn se olle getrogn!

PuggaNagga
1 Monat 7 Tage

Hätte es keinen Lockdown gegeben wäre es jetzt nicht so voll!
Man könnte etwas intelligenter agieren. Nicht einfach aber machbar!

Diezuagroaste
Diezuagroaste
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Interessant ist das Abflachen der Infektionskurve einerseits und die vorauseilende Ankündigung einer 3. Welle andererseits.

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Massentests die Rettung..so ein Blödsinn. Laut Dr. Ploner gab es zu viele falsch Positive, sprich ungerechtfertigt in Quarantäne, und zu viele falsch Negative, noch schlimmer, als unerkannt Infizierte frei ferumgelaufen. Gewirkt hat der lockdown, das ist jedem klar, der eins und eins zusammenzählen kann. Die Stichprobentestung hätte den gleichen Effekt gehabt. 3 Millionen Steuergelder für die Katz.Also Politiker, lügt die Bevölkerung nicht ständig an. Erste Regel der Krisenkommunikation: ehrlich sein.

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 7 Tage

Es war ein großer Erfolg. Deswegen ist Widmann auch erzürnt über die weitere orange Einstufung 😂

“Wir brauchen mehr Autonomie” 🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️

selwol
selwol
Superredner
1 Monat 8 Tage

Diese Herrschaften haben immer recht,war nicht anders zu erwarten

allesnurzumschein
1 Monat 7 Tage

“Die Aktion war erfolgreich”, dass ich nicht lache!!!! Da wird einem ja speiübel bei so viel Selbstbeweihräucherung und Selbstüberschätzung…. Mit den schlechten Zahlen, welche wir immer noch haben, sollten wir uns eigentlich schämen und nicht fast angeben damit!!! Deutschland z.B. steht aktuell sehr viel besser da als wir und die machen einen totalen Lockdown….

Calimero
Calimero
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Ihr könnt mich mal kreuzweise testen.

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 7 Tage

Die Leute haben immer recht, oder sie glauben es wenigstens. Denn sie drehen und drehen alles so lange, bis es passt. Ihnen jedenfalls

Server
Server
Superredner
1 Monat 7 Tage

Die Aktion war Mitnichten erfolgreich, im Gegenteil, es sind sehr sehr viele Sars-positive in Umlauf, Immer noch. Diese ganze Testerei bringt nichts. Da kann die Landesregierung testen wieviel sie will, Südtirol wird nicht mehr werden wie es einmal war und auch die viele Werbung bringt nichts, wenn Deutschland im totalen Lockdown ist.

heja
heja
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

was genau war entscheidend, dass alles so blieb wie es war, dass viel Geld verbrannt wurde??? wohl a Witz!

Yumilein
Yumilein
Neuling
1 Monat 7 Tage

Also ich habe mir bei dem Massentest brav äußerst grob bis ins Hirn herumpopeln lassen. Kein Testergebnis bekommen, nach Anfrage bei den verschiedenen zuständigen Stellen wurde mir mitgeteilt, dass ich auf den Listen nicht aufscheine. Das einzige was mich wirklich interessiert ist wer dann mit meinem negativen Ergebnis herumlaufen kann 🤔

Fighter
Fighter
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Aussage dieser Herren
Lassen sich hingegen 70 Prozent der Betroffenen testen, das sind 245.000 Personen, und werden auch hier für eine weitere Woche die strengen Regeln eingehalten, dann könnten die Reproduktionszahl schon Anfang Dezember auf 0,8 fallen.

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