Derzeit kein Fall von Covid-19 in Südtirol

Coronavirus: Hotels sollen Behörden über Gäste informieren

Montag, 24. Februar 2020 | 17:51 Uhr

Bozen – Heute wurde ab 13.00 Uhr in der Landesleitstelle das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Verringerung des Infektionsrisikos mit der Krankheit Covid-19 (Coronavirus disease 2019) besprochen. Bei der anschließenden Pressekonferenz mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landeshauptmannstellvertreter und Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler, Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, dem Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger, dem Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Florian Zerzer und dem geschäftsführenden Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli wurde dargelegt, wie das Infektionsrisiko möglichst gering gehalten werden kann.

LPA/Agentur für Bevölkerungsschutz

“Wir unternehmen alles, was sinnvoll, machbar und von den Standards vorgegeben ist”, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher, der heute Vormittag an einer Videokonferenz mit Premierminister Giuseppe Conte und den Präsidenten der Regionen Norditaliens teilgenommen hatte. Oberstes Prinzip, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher, sei der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und die Vermeidung eines Infektionsrisikos. Eine gestern erlassene Notverordnung sieht vor, dass bis 1. März alle Kleinkindbetreuungseinrichtung en, die Freie Universität Bozen, die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana und das Konservatorium Claudio Monteverdi geschlossen bleiben. Aus der heutigen Sitzung der Landesleitstelle geht die Empfehlung hervor, Ansammlungen vieler Menschen in geschlossenen Räumen möglichst zu vermeiden. Dies, unterstrich Kompatscher, sei kein Verbot, sondern eine Empfehlung: “Es besteht kein Grund zu Alarmismus und Panikmache, aber wir gehen mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Professionalität an die Sache heran”.

Informationen von Hotels

Alle Betreiber von Beherbergungsbetrieben, hob Generaldirektor Zerzer hervor, sind aufgefordert, den Sanitätsbetrieb über die Anwesenheit von Gästen zu informieren, die von Herkunftsorten aus den elf Gemeinden der Lombardei und Venetiens kommen, in denen der Corona-Virus verbreitet ist: “Unsere Fachleute werden dann überprüfen, ob Symptome eines Infekts vorliegen.”

Abläufe festgelegt

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann wies darauf hin, dass für Eventualitäten die Abläufe festgelegt wurden: Die Dienste gehen koordiniert vor, um die Risikofaktoren auf ein Minimum zu beschränken. Landesrat Schuler erinnerte daran, dass die Landesleitstelle die Koordination übernimmt und allfällige Entscheidungen trifft: Die Landesleitstelle wird immer dann wieder einberufen, wenn Entscheidungen zu treffen sind. Seit gestern ist zudem rund um die Uhr das Lagezentrum aktiv, wo alle nötigen Informationen zusammenlaufen.

Derzeit kein Fall von Covid-19 in Südtirol

Der geschäftsführende Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli hob hervor, dass in Südtirol derzeit kein Fall eines Infektes mit Coronavirus besteht und dass alle neun Verdachtsfälle nach einem doppelt durchgeführten Screening innerhalb von 24 Stunden sich als negativ erwiesen. Um als “Verdachtsfall” eingestuft zu werden, müssen die Patienten Grippe-Symptome aufweisen und mit Personen in Kontakt gekommen oder an Orten gewesen sein, wo Infektionsherde bestehen.

Der Sanitätsbetrieb und die Agentur für Bevölkerungsschutz überprüfen derzeit die Verfügbarkeit von Einrichtungen, wo bei Bedarf Verdachtsfälle untergebracht werden können, damit sie außerhalb der Krankenhäuser isoliert versorgt werden können.

Grüne Nummer Covid-19 ab morgen von 8.00 bis 20.00 Uhr

Ab morgen (Dienstag, 25. Februar) früh um 8.00 Uhr ist die Grüne Nummer 800751751 aktiv, bis 20.00 Uhr werden dort Auskünfte erteilt.

112 nur bei hohem Fieber oder schwerer Atemnot wählen

Die Einheitliche Notrufnummer 112 steht wie immer für alle Notfälle zur Verfügung; bei Corona-Verdacht soll sie hingegen nur gewählt werden, falls ein Patient an Symptomen wie hohes Fieber oder schwerer Atemnot leidet.

Informationen können auf der eigens eingerichteten Homepage www.sabes.it/coronavirus entnommen werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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26 Kommentare auf "Coronavirus: Hotels sollen Behörden über Gäste informieren"


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wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Also doch: Hotels sollen Gäste aus den betroffenen Gebieten melden. Zuerst hieß es ja, der Tourismus ist kein Risikofaktor, weil die Gäste hauptsächlich in ihren Zimmern bleiben. Wer glaubts. Nur die Kleinkinder in den Kitas seien risikobehaftet.. Klingt seeehr nach: bitte Coronavirus,ruiniere uns Hotelieren nicht das Geschäft.

Staenkerer
1 Monat 10 Tage

honn schun oanmol gsog, des kitaverbot isch a alibi-augenauswischerei, a selbslob “schaug wos mir olles tien”!
mir kriegn den “guten rat” menschenansammlungen zu meiden, ba 100 gäste und mehr von überoll her, (a mit baby und kloankinder), de in gut-gfüllten hotelspeisesool eng banonder sitzn werd sell sicher nit gilten!

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Und die ganzen italienischen Gäste die in B & B unterkommen ?

FC.Bayern
FC.Bayern
Superredner
1 Monat 11 Tage

Wenn jemand aus den 11 dörfern kommt , der Behörde mitteilen ?? ehhhhh ?
wenn die gar nicht den Dörfern raus dürfen !!🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️

Andreas
Andreas
Superredner
1 Monat 10 Tage

es kannet jo jemand schun sein 3 tog do sein !

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Seit Samstag im Laufe des Tages dürfen sie nicht raus. Samstag ist Anreisetag und es waren ja schon welche da.

Marisa
Marisa
Tratscher
1 Monat 10 Tage

FC.Bayern
Die könnten doch schon letzte Woche angereist sein da durften sie noch raus.

Staenkerer
1 Monat 10 Tage

vieleicht sollte man insre leit auffordern sich zu melden, de wochn, toge vor obschottung der orte dort unten wor!

Staenkerer
1 Monat 10 Tage

maaaa, do bleib de froge, ob de hoteliere von vorherein olle gäste melden …

Spiegel
Spiegel
Superredner
1 Monat 10 Tage

Alle Hotels sollten ca 1 Monat schliessen das wäre angebracht.

Suedtirolerbauer
1 Monat 10 Tage

Auch Skigebiete Discoteken wären angebracht zu Schließen, würde aber nicht aufhören: Geschäfte, Bars, usw.

brixna
brixna
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Do kompotatscher und schuler mochn des schun

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Darauf bauen sollte man aber nicht 🤔

brixna
brixna
Tratscher
1 Monat 10 Tage

@So ist das
Ironie ende

ma che
ma che
Superredner
1 Monat 10 Tage

Jetzt werden wieder einige Vollidioten den Notruf lahmlegen, weil si 2 mla husten mussten 🙈

tobi1988
tobi1988
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Man hätte eigentlich sämtlich Hotels u.s.w. schon längst schließen müssen,aber da spielen wirtschaftliche Interessen natürlich auch eine Rolle. So wird sich das Virus leider auch bei uns sehr schnell ausbreiten und dann können wir den Tourismus erstmal sowieso vergessen.

brutus
brutus
Tratscher
1 Monat 10 Tage

…Panik pur! Coronavirus Tote in der Lombardei letzter Stand 6 Tote!
Grippe (influenza) im gleichen Zeitraum 250 Tote!

StreetBob
StreetBob
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Welche Hotels taschn schließen?

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Mein Gott Herr Zerzer, wissen Sie wieviel Italiener zur Zeit in Bozen , Südtirol, logieren, aber nicht in Hotels , Pensionen, Herbergen.
Die schlafen in irgendeiner schwarz vermieteten B & B Unterkunft. Spazieren sie durch Bozen und die sehen, wieviel Reisende ( mit Koffern, Gepäck) durch die Gassen spazieren

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Und nirgend steht welche 11 dörfer

Evi
Evi
Superredner
1 Monat 10 Tage

Leider haben wir Südtiroler nun auch unseren 1. positiven Fall😥

Schoko
Schoko
Neuling
1 Monat 10 Tage

I hon gimuant de terfn et aussa fa di betroffenen orte 😂😂😂…. und wenn wirklich jemand kronk war, ischs aso jo perfekt zi vobreit… wiedospricht sich jo ols gewaltig 🤣🤣🤣

brixna
brixna
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Inzwischen schon leider laut stol

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Hallo nach Südtirol,

die Gastgeberzunft muss doch sowieso jeden Gast melden, dort kann man die Informationen dann abgreifen.
Glaubt doch wohl keiner ein Hotelier holt sich die Behörden freiwillig ins Haus, denen reicht schon manch Besuch von den Finanzern..

Ein Irrwitz was derzeit abläuft, soll das im Hausarrest für ganz Europa enden?

Wie dem auch sei, treue Südtirolgäste schreckt das nicht und mit einem gebuchtem Aufenthalt im gewohntem Stammbetrieb steht man im Wort. 

Es sind Zeiten wo der (Stamm)Gast gelebte und traditionelle Südtiroler Gastfreundschaft mit Solidarität und Treue in stürmischen Zeiten zurückzahlen kann.

Grüsse nach Südtirol und gerade den kleinen Familienbetrieben eine gute Saison 2020

vitus
vitus
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Blödsinn! Es gibt in Italien eine Meldepflicht! Jeder Gast wir mittels Ausweis registriert, dann weiß man sowieso, woher sie kommen!

hilfe
hilfe
Neuling
1 Monat 10 Tage

Und die ca. 20.000 Italien welche in Südtirol arbeiten und regelmäßig in ihre Heimat reisen?

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