Von: apa
Im Bahnhof Lind ob Velden (Bezirk Villach-Land) ist es am Donnerstag zu einem Zusammenstoß eines Autos mit einem Zug gekommen. Die 79-jährige Lenkerin habe die Zufahrt zum Bahnsteig irrtümlich für eine Einbahnstraße gehalten, die zu einer Eisenbahnüberführung führt, berichtete die Polizei. Sie fuhr auf den Bahnsteig und kam mit der Vorderachse und der Front über diesen hinaus, wodurch der Wagen in den Gleisbereich ragte. Dort kam es zum Zusammenprall, verletzt wurde niemand.
Der Vorfall war gegen 11.45 Uhr passiert. Die Frau verließ den Pkw noch rechtzeitig und versuchte, den Lokführer des herannahenden Zugs durch Winken auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Als die 79-Jährige bemerkte, dass dieser nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte, begab sie sich in das Bahnhofsgebäude in Sicherheit. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung kollidierte der Zug mit dem Fahrzeug. “Das Auto wurde 300 bis 400 Meter weit mitgeschleift”, sagte Polizeisprecher Werner Pucher. Der Pkw fing außerdem Feuer.
86 Fahrgäste aus Zug gebracht
Der Zug war ein schneller Railjet, der bei dem kleinen Bahnhof nur durchfahren sollte, hieß es seitens der ÖBB. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Pkw unter das Triebfahrwerk geschoben und verkeilte sich dort, sodass es zu dem Brand kam. Der Feuerwehr gelang es nach Freigabe der Gleisanlage durch den Notfallkoordinator durch rasches Löschen, ein Übergreifen der Flammen auf den Zug zu verhindern.
Der Zug wurde evakuiert, 86 Personen hatten sich nach jüngsten Angaben an Bord befunden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Der Fernverkehr musste umgeleitet werden, die Strecke zwischen Velden und Föderlach wurde für die Dauer der Bergung des Wracks gesperrt. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Lind ob Velden, Rosegg, Velden und Wernberg mit insgesamt 34 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen. Ein Alkotest bei der 79-Jährigen verlief negativ.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen