Die Frau war per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden

Drittes Todesopfer nach Lawine in Südtirol

Sonntag, 22. März 2026 | 13:00 Uhr

Von: apa

Nach dem tragischen Lawinenunglück im Südtiroler Ridnaun am Samstag ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Eine 26-Jährige aus der norditalienischen Provinz Brescia starb in der Nacht auf Sonntag im Innsbrucker Krankenhaus, wie italienische Medien meldeten. Die junge Frau war nach dem Lawinenabgang mit einem österreichischen Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Innsbruck geflogen worden. Dort erlag sie ihren schweren Verletzungen.

Damit stieg die Bilanz der Todesopfer auf drei. Bereits am Samstag hatten zwei Südtiroler ihr Leben verloren. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer einer Gruppe österreichischer Skialpinisten und um einen in Österreich lebenden 56-Jährigen. In kritischem Zustand befanden sich noch ein 44-jähriger Österreicher und ein Deutscher. Außerdem wurden zwei deutsche Skifahrer leicht verletzt.

Sechs Personen verschüttet

Die Lawine ging gegen 11.40 Uhr an der Rudererspitze auf etwa 2.445 Metern oberhalb der Gewinges Alm ab, wie der Südtiroler Gesundheitsbetrieb meldete. Mehrere Skitouren-Gruppen mit rund 30 Personen waren in diesem Gebiet unterwegs. Sechs Personen einer Gruppe, die sich im Aufstieg befand, wurden verschüttet. Im Einsatz standen drei Notarzthubschrauber. Über 80 Rettungseinheiten waren im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen. Für Samstag hatte der Lawinenlagebericht von Meteo Trentino eine Gefahrenstufe 2 (“mäßig”) auf einer fünfstufigen Skala angegeben.

2026 wird als tragisches Jahr für die italienischen Alpen in Erinnerung bleiben. Seit Anfang 2026 sind 34 Menschen ums Leben gekommen, das ist ein Negativ-Rekord in Europa. Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zuletzt wiederholt zu mehreren Rettungseinsätzen.

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