Entscheid wird Antragsschwemme für Neubewertung auslösen

Drogenurteile: Richter müssen unzählige Fälle prüfen

Donnerstag, 21. März 2019 | 08:41 Uhr

Bozen – Ein Entscheid des Verfassungsgerichts wird vermutlich eine Flut von Anträgen auf Neubewertung auslösen – auch in Südtirol.

Für Drogendelikte, die nicht als minderschwer eingestuft werden, gilt nicht mehr ein Mindeststrafmaß von acht, sondern von sechs Jahren. So hat das Verfassungsgericht vor knapp zwei Wochen geurteilt. Der Entscheid wirkt sich auf alle Urteile ab dem Jahr 2014 aus.

Unter den Antragstellern ist auch Fatmir Muhaj (25), dem Richter Peter Michaeler im Dezember 2017 drakonische zwölf Jahre Haft aufgebrummt hatte. Muhaj wurde vorgeworfen, Drahtzieher eines Drogenrings im Bozner Stadtteil Oberau gewesen zu sein.

Auch am Bozner Landesgericht sind die ersten Anträge auf Neubewertung von Drogenurteilen bereits eingetrudelt. Für die Richter bedeutet das, unzählige abgeschlossene Fälle erneut zu prüfen und gegebenenfalls das Strafmaß anzupassen.

Mehr dazu lest ihr in der heutigen „Dolomiten“-Ausgabe!

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Drogenurteile: Richter müssen unzählige Fälle prüfen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Willi I.
Willi I.
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Gehen wir davon aus, dass das Verfassungsgericht das Urteil laut Gesetzen gefällt hat, dann ist es höchst an der Zeit, Delikte, die das Leben Anderer schwerst nachteilig beeinflussen (und dazu gehören die Drogen, denn die zerstören das Leben jener, die sie konsumieren und deren Familien!) dann ist es an der Zeit die Rahmenbedingungen zu ändern, dass Mindeststrafmaße nicht gesenkt, sondern drastisch erhöht werden! Denn eine Senkung ist einfach das falsche Signal!

Schnuggi
Schnuggi
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

👍 Jo genau , so wäre es richtig !!!

Staenkerer
1 Monat 1 Tag

wie, schun wieder a gsetz des gaunerfreundlich zuagschliffn werd? zum kotzn!

wpDiscuz