Gericht befasst sich im Mordfall Rauch mit Stalking

“Er hat uns verfolgt – wir haben ihn angezeigt”

Mittwoch, 15. September 2021 | 10:11 Uhr

Bozen – In Bozen ist am Dienstag der Prozess im Mordfall Barbara Rauch in die nächste Runde gegangen. Auf der Anklagebank sitzt bekanntlich der 25-jährige Lukas Oberhauser. Ihm wird vorgeworfen, Barbara Rauch im März 2020 im „Bordeauxkeller“ – ihrem Lokal in Eppan – mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.

Im Mittelpunkt der gestrigen Gerichtsverhandlung stand das im Vorfeld ausgeübte Stalking von Oberhauser. Der Partner sowie die Schwester des Opfers haben von einer jahrelangen Verfolgung auf mehreren Ebenen berichtet. Demnach habe Oberhauser sein späteres Opfer sowie ihre junge Familie mit ungewollten Nachrichten und teuren Geschenken überhäuft. Das ging so weit, dass ein Gericht ein Annäherungsverbot für Oberhauser verhängt hatte. Beachtet hat er dieses aber nicht.

Im Dezember 2018 hat Oberhauser mit einem Messer das Schild der Vinothek von Barbara Rauch beschädigt. In der Folge wurde Anzeige erstellt.

Der Partner von Rauch hat am Dienstag laut Tageszeitung Alto Adige auch geschildert, wie er den Abend des 9. März 2020 erlebt hat. Demnach habe er zusammen mit der gemeinsamen Tochter zu Hause geschlafen und auf die Ankunft von Barbara Rauch gewartet. Gegen 2.00 Uhr nachts sei er aufgewacht und sei sich sofort bewusst gewesen, dass etwas passiert ist. Er hat über die mit dem Mobilfunktelefon verbundene Videoüberwachungsanlage gecheckt und sah, dass gegen 23.00 Uhr Lukas Oberhauser ins Lokal gekommen ist.

Die Angehörigen von Barbara Rauch haben sich als Nebenkläger in den Prozess eingelassen und einen Schadenersatz von 1,8 Millionen Euro gefordert. 600.000 Euro wurden bereits bezahlt.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "“Er hat uns verfolgt – wir haben ihn angezeigt”"


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ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
7 Tage 10 h

Mich würde interessieren ob es ein Versäumnis von Seiten der Behörden gab.

R.I.P
Viel Kraft dem Kind und seinem Vater.

spinaisl
spinaisl
Tratscher
7 Tage 9 h

sell gibs woll fost olm

wellen
wellen
Universalgelehrter
7 Tage 10 h

Analyse, warum in Italien so viele Frauenmorde passieren: kulturell patriarchale Motive: die Frau gehört nur mir. Die Gesetze wären gut, aber die Behörden schätzen die Risikolage des Täters oft falsch ein, vom Stalker zum Mörder zu werden. Wie offensichtlich in diesem Fall.

mithirnundherz1
mithirnundherz1
Grünschnabel
7 Tage 6 h

des san und worn badis deitscha..et italiener 🤦🏻‍♂️ und i frog mi komm man so a vobrechn in geld aufwiegen weils do oast die vowontn hom so und soviel volong mein kusin isch a untogfiort wortn 😞😞😞 do hot in dem voll koans drun gedenkt geld ozikassiorn😔😔😔

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
7 Tage 5 h

@mithirnundherz1 kein Geld ersetzt ein Menschenleben, wenn man ein kleines Kind hat beseitigt es vielleich Finanzielle Sorgen. In ihrem Fall, wenn es einen Schuldigen gibt wird automatisch ein Strafverfahren gemacht und die Versicherung bezaht ob sie es brauchen oder nicht einen Schadenersatz, ein blöder Ausdruck für ein Menschenleben.

Server
Server
Superredner
7 Tage 11 h

Traurig, einfach nur traurig, was hier passiert ist. Wünsche den Angehörigen viel Kraft und Durchhaltevermögen. RIP Barbara.

inni
inni
Universalgelehrter
7 Tage 7 h

Schade, dass er irgendwann mal wieder frei kommt.

Elke88
Elke88
Grünschnabel
7 Tage 8 h

Des isch oanfoch traurig, i denk gonz oft an de familie😪 i vosteh lai et warums so weit kem gikennt hot, sie hot ihm jo angezeigt, so a annäherungsverbot bring wol gor nix. Hoffentlich kriag er die gerechte Strafe, wobei zu sogn isch, dasses do gor et die richtige strofe gib…

KoanTiroler
KoanTiroler
Grünschnabel
7 Tage 9 h

Zumindest griag men a geld von an einheimischen, sunst war sell a nix

Tottele
Tottele
Superredner
7 Tage 4 Min

Tatsache ist dass dir Schadensersatz gerichtlich zugesprochen wird aber der Südtiroler kein Geld hat , also nicht bezahlen kann….
folglich bekommt man circa zwei Jahre nach Gerichtsbeschluss einen schönen grünen Brief von der Agentur für Einnahmen und man darf als geschädigte Person auch noch die Strafe bezahlen .

Server
Server
Superredner
6 Tage 10 h

@ KoanTiroler
Was soll denn dieser (blöde) Kommentar. Mit Geld kommt kein Mensch zurück! Nur um das gesagt zu haben, schäm dich!

World
World
Grünschnabel
7 Tage 6 h

Ich kenne auch einen Fall, wo der Ex-Partner nicht über die Trennung hinwegkommt, er hat die gemeinsamen Kinder und ihre Eltern gegen seine Ex-Partnerin aufgehetzt. All dies weil er die Wohnung, die ihr gehört, nicht verlassen muss. Er fügt ihr keine körperliche Gewalt zu, jedoch psychische. Die Beamten, die Leute im Dorf, selbst Freunde schauen nur zu.

Server
Server
Superredner
6 Tage 10 h

@ World
Na, dann tu du was….

Sina
Sina
Neuling
7 Tage 5 h

Einfach nur Traurig. Das gemeinsame Kind muss ohne Mutter aufwachsen. Ich wünsche ihnen viel Kraft. Und ja, Geld ersetzt nicht den Menschen, aber immerhin büßt der Täter seine Straftat.

mamahochdrei
mamahochdrei
Neuling
6 Tage 13 h

Es tragische isch, man konn anzeigen und anzeigen und es konn no so viele Annäherungsverbote geben, wenn oaner di umbringen will donn werd er sel tian. Außer er sitzt hinter Gitter.

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