"Tag des sicheren Internets" am 5. Februar

“Gemeinsam für ein besseres Internet”

Dienstag, 05. Februar 2019 | 07:10 Uhr

Bozen – Anlässlich des “Safer Internet Day” am 5. Februar möchte die Post- und Kommunikationspolizei der Abteilung Bozen die seit vielen Jahren stattfindende Sensibilisierungstätigkeit in Schulen und Vereinen hervorheben. In Rahmen von Vorträgen werden folgende Themen behandelt: Schutz der Privatsphäre, Sexting, Verführung und  Ausbeutung im Bereich der Jugendpornografie, Gefahren durch die Nutzung sozialer Netzwerke und Online-Mobbing.

Am Ende des Schuljahres 2017/2018 wurden 158 Treffen (davon 120 in deutscher Sprache) abgehalten, an denen etwa 12.000 Personen teilgenommen haben.

Diese Treffen werden auch während des laufenden Schuljahres weiterhin angeboten. Von September bis zum heutigen Tag wurden 60 Treffen abgehalten, bei denen schätzungsweise 5.000 Personen (davon 48 Treffen in deutscher Sprache) angesprochen wurden.

Am Tag des Safer Internet Day 2019 wird die Sondereinheit der Staatspolizei in der Mittelschule “Albert Schweitzer” in Bozen anwesend sein. An diesem Treffen werden die ersten Klassen mit insgesamt 75 Schülern teilnehmen.

Für diese Informations- und Vorbeugungsaktivitäten, die im Laufe der Jahre durchgeführt wurden, erntete die Bozner Postpolizei stets Dank und Wertschätzung – auch an Schulstandorten in Randgebieten und Gebirgslagen. Dies hat es der Post- und Kommunikationspolizei ermöglicht, eine Beziehung der Zusammenarbeit und des Vertrauens mit den Schulleitern aufzubauen, was Vorteile für Schüler, aber auch für die Eltern mit sich bringt.

Initiativen wie der Welttag der Internetsicherheit, der mittlerweile in über 100 Ländern abgehalten wird, sind von großer Bedeutung, da sie dazu beitragen, die Wichtigkeit von Sicherheit im Internet einer großen Anzahl von Nutzern – auch Erwachsenen – zu vermitteln. Erwachsene sind sich auch in unserem Land nicht immer über die Bedeutung der Aufklärung von Kindern Klaren, um diese an eine sichere und verantwortungsvolle Nutzung des Webs heranzuführen.

Der “Safer Internet Day” richtet sich daher an junge Menschen, an die Schule, an die Lehrer, an Informationsbetreiber und an Betreiber des neuen Mediensektors, vor allem aber an Eltern, die oft nicht wissen, wie sie ihren Kindern helfen können, damit sie nicht den Gefahren des Internets ausgesetzt sind.

“Im Jahr 2019 wird die Staatspolizei ihre Vorbeugungsmaßnahmen in den Schulen im Trentino und in Südtirol fortsetzen und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Einrichtungen der Bildungsämter fördern, um neue Interventionsstrategien zur Verhinderung von Gewalt, Rassismus und Missbrauch im Internet sowie zur Verbreitung einer Kultur der Rechtschaffenheit zu fördern“, erklärt der Leiter der Hauptabteilung für Post- und Kommunikationspolizei für das Trentino-Südtirol, Vize Quästor Sergio Russo.

Raiffeisen OnLine begeht den Tag für mehr Sicherheit im Netz mit Antivirus-Aktion 

In 140 Ländern weltweit wird am Dienstag, 5. Februar, der Tag für ein sicheres Internet (Safer Internet Day – SID) begangen. Zielgruppe des Aktionstages sind in zunehmendem Maße Kinder und Jugendliche. Die Generation Z ist besonders stark von den seelischen und körperlichen Folgen übermäßigen und unachtsamen Internet-Konsums betroffen.

Weltweit gibt es rund 2,3 Milliarden aktive Facebook-Nutzer, rund eine Milliarde Menschen benutzt Instagram, über Twitter werden täglich 100 Millionen Kurznachrichten versendet. Laut der italienischen SID-Plattform www.generazioniconnesse.it ist einer von fünf Schülern in Italien den ganzen Tag über – also auch in der Unterrichtszeit – auf Chat-Kanälen online, sechs Prozent chatten auch nachts. Jeder sechste Jugendliche gibt außerdem an, dass er Intimfotos verschickt oder in den digitalen Medien teilt. Zwei von hundert Schülern haben schon einmal Intimfotos im Internet veröffentlicht, um Likes zu bekommen, drei von hundert erklären, dass ihre Intimfotos ohne ihr Mitwissen an Dritte weitergegeben wurden.

Als problematisch werten Experten unter anderem Internet-Inhalte, die Essstörungen verherrlichen oder verharmlosen. Magersucht und Ess-Brech-Sucht werden darin als Life-Style präsentiert. Die Produzenten und Anhänger solcher Internetinhalte, die körperliche Perfektion predigen, sind in der Regel junge Frauen. Weil sie sich hauptsächlich über soziale Medien informieren, sind Jugendliche auch für absichtlich gestreute Falschmeldungen (fake news) besonders empfänglich. Laut einer deutschen Studie besucht nur eine Minderheit der Jugendlichen von Journalisten gestaltete Nachrichtenportale.

Das EU-weite SID-Netzwerk stellt auf seinen Internet-Plattformen wieder umfangreiches Aufklärungsmaterial für Schulen, Kinder und Eltern zur Verfügung. Auf der deutschen SID-Seite www.klicksafe.de sind Sensibilisierungsvideos für Jugendliche verfügbar. Sie behandeln Fragen wie: Liest du Allgemeine Geschäftsbedingungen? Wie viel weiß das Internet über dich? Was postest du?

Den Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz begeht der Südtiroler Internet-Provider Raiffeisen OnLine seit Jahren mit gezielter Information zu den technischen Risiken, die im Internet lauern. Anlässlich des SID 2019 startet Raiffeisen OnLine wieder eine spezielle Antivirus-Aktion. Private Nutzer, die ein Jahresabonnement für die Sicherheitslösung ROL Secure abschließen, bekommen ein Jahr kostenlos dazu geschenkt. Die Details der Aktion sind auf www.raiffeisen.net nachzulesen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "“Gemeinsam für ein besseres Internet”"


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Hans_H
Hans_H
Tratscher
13 Tage 20 h

Sicherheit und Freiheit sind zwei gegensätzliche Faktoren, die sich beissen. Beides zusammen kann man nicht haben. Und das Internet ist nie sicher, da kann auch die Sicherheitslösung ROL Secure was ändern.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
13 Tage 19 h

aahh, ich dachte da wäre der Salvini mit der Polizeijacke… 😁

BEATS
BEATS
Tratscher
13 Tage 16 h

das internet kann nicht sicher sein! und es kann auch nicht eingeschränkt werden von vater staat 😂

Laempel
Laempel
Tratscher
13 Tage 14 h

Der Mensch vergisst, das Netz nicht.
Spuren im Schnee verwehen, Spuren im Netz nicht.
Die Internet-Spinne webt unwiderstehlich verlockende Netze. Wer sie ungewappnet und sorglos betritt, schnappt in die Falle und muss zumindest http://www.warten.warten.warten, wenn nicht sogar zeitlebens im Netz zappeln bis all seine Daten ausgesaugt und verwertet wurden.
Also Vorsicht beim Surfen!

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