Von: mk
Kardaun – Gefährliche Szenen haben sich vor wenigen Tagen auf der Brennerstaatsstraße abgespielt. Ein Sattelzug, der außer Kontrolle geraten war, versetzte andere Verkehrsteilnehmer in Angst und Schrecken, bevor die Ortspolizei den Fahrer aus dem Verkehr ziehen konnte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Der Alkoholpegel des Lenkers war rekordverdächtig.
Gegen12.30 ging über die Notrufnummer 112 die erste Meldung ein: Ein schwerer Lastzug war auf der SS12 in Schlangenlinien unterwegs und gefährdete massiv den fließenden Verkehr. Nur vier Minuten nach dem ersten Alarm gelang es einer Streife der Ortspolizei, das Fahrzeug am Eingang des Eni-Areals in Kardaun in Fahrtrichtung Süden abzufangen.
Bei der Kontrolle bot sich den Beamten ein schockierendes Bild. Der Fahrer – ein Mann russischer Herkunft mit belarussischen Papieren, der am Steuer des in Polen zugelassenen Lkw saß – befand sich in offensichtlich trunkenem Zustand.
Der Mann, der bei laufendem Motor hinter dem Lenkrad saß, hatte Schwierigkeiten, sich zu artikulieren, und starrte mit glasigem Blick ins Leere. Ein stechender Alkoholgeruch umgab den Fahrer.
Die Beamten stellten die Ursache rasch fest: In der Kabine des Lkw entdeckten sie einen großen Sack voller leerer Spirituosenflaschen. Bei einem anschließende Alkoholtest in der Zentrale bestätigten sich die Befürchtungen. Der erste Atemzug ergab ein Ergebnis von 3,35 g/l, während ein zweiter Test immerhin noch 3,31 g/l anzeigte. Damit lag der Alkoholpegel des Mannes bei über dem Sechsfachen des gesetzlich erlaubten Grenzwerts bei einem Pkw-Lenker, wie die Nachrichtenagentur Ansa schreibt.
Während in Italien für private Fahrer die 0,5 Promillegrenze gilt, liegt die Grenze für Berufskraftfahrer, einschließlich Lkw- und Busfahrer bei 0,0 Promille. Alkohol am Steuer ist für diese demnach tabu.
Die Ortspolizei entzog dem Lenker unmittelbar den Führerschein, während der Sattelzug offiziell beschlagnahmt und von einem Abschleppdienst von der Straße entfernt wurde.




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