Von: mk
Bozen – Vor wenigen Tagen wurden die seit dem Sommer laufenden Hangsicherungsarbeiten zum Schutz der Gemeindestraße und mehrerer Hofstellen in der Ortschaft St. Peter bei Bozen beendet. Für das Gelände hatte laut Gefahrenzonenplan die Gefahr von Hangrutschungen bestanden. Zudem waren in dem Gebiet bisher keine Schutzvorrichtungen angebracht worden, weshalb dieses Projekt für die Stadt höchste Priorität hatte.
2022 löste sich oberhalb der Wohnhäuser auf Rittner Gemeindegebiet eine größere Mure. Einige Felsblöcke sind damals beinahe bis zu den Wohngebäuden vorgedrungen. Da damals nicht das ganze instabile und potenziell gefährliche Material abgegangen war, bestand rascher Handlungsbedarf. Durch die jetzt durchgeführten Hangsicherungsarbeiten konnte die Steinschlaggefahr in diesem Bereich der Stadt deutlich reduziert werden, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Peter und auch die Gemeindestraße nun gut vor Steinschlag und Murenabgängen geschützt sind.
“Der Schutz der Menschen und der Wohngebäude hat für die Stadtregierung absolute Priorität,“ so Bozens Umweltstadtrat Marco Caruso. „Durch den Bau dieser Schutzanlagen konnten wir diesen Bereich der Stadt, der bereits über einen längeren Zeitraum eng überwacht werden musste, dauerhaft sicherer machen. Der Eingriff war komplex, aber unumgänglich und zeigt, dass die Stadt alles unternimmt, um Gefahr von Steinschlag und Murenabgängen zu reduzieren und das bewohnte Gebiet zu schützen.“
Technische Details
Im Zuge der Sicherungsarbeiten wurde ein 105 Meter langer, talseitig 6 Meter und hangseitig 3 Meter hoher Schutzdamm aus bewehrter Erde aufgeschüttet. Dafür wurde das vor Ort abgetragene Gesteins- und Schuttmaterial wiederverwendet. Außerdem wurde auf einer Breite von 70 Metern eine 5 Meter hohe Steinschlagbarriere angebracht. Die Arbeiten wurden von der Rittner Firma Rottensteiner durchgeführt und vom städtischen Geologie- und Zivilschutzamt koordiniert. Die Kosten beliefen sich auf 506.782 Euro, die zum Teil mit Mitteln aus dem Landeshaushalt finanziert wurden. Mit der allgemeinen Bauleitung und Sicherheitskoordinierung wurde das Bozner Planungsstudio GRD beauftragt (38.825 Euro). Die Verantwortung für die geologischen Aspekte der Bauausführung oblag dem städtischen Amt für Geologie, Zivilschutz und Energie.




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