Eigenes Leben ändern – ein Kommentar

Klimawandel in Südtirol angekommen

Donnerstag, 08. Oktober 2020 | 09:35 Uhr

Bozen – Im Abstand von nur einem Monat wurde Südtirol gleich zweimal von schweren Unwettern mit heftigen Regenfällen heimgesucht.

Die innerhalb kürzester Zeit vom Himmel fallenden Wassermengen ließen Bäche und Flüsse anschwellen, was unter anderem dazu führte, dass der nahe an der Etsch gelegene Teil von Neumarkt evakuiert werden musste.

Agentur für Bevölkerungsschutz/Luca Messina

Nicht zuletzt dank des dichten Netzes von Freiwilligen Feuerwehren und Rettungskräften konnte der Verlust von Menschenleben, der in Italien und Frankreich beklagt werden musste, hierzulande verhindert werden. Zugleich aber müssen die Südtiroler beobachten, dass sie bereits seit drei Jahren im Herbst regelmäßig von Stürmen und schweren Unwettern heimgesucht werden.

Schwer wiegt die Erkenntnis, dass sich der Klimawandel nicht nur mit zurückgehenden Gletschern und mit in die Höhe steigenden Obst- und Weinbaugebieten, sondern auch in immer kürzerer Abfolge von höchst intensiven Niederschlägen – die Italiener haben für diese Unwetterphänomene den griffigen Begriff „Bomba d’acqua“, zu Deutsch Wasserbombe, geprägt – gekennzeichneten Unwettern bemerkbar macht.

Beeindruckende Aufnahmen der Passer bei der Mündung Pfeldererbach beim Hochwasser am 3. Oktober 🚒 🌧 🌊 Le impressionanti immagini della piena del passirio all’imbocco del Rio Plan e Passirio il 3 ottobre 🎥 Privat

Pubblicato da Landesfeuerwehrverband Südtirol su Lunedì 5 ottobre 2020

Und was kann Südtirol tun? Das Einzige, was wir tun können, ist uns an den weltweiten Bemühungen, dem Klimawandel entgegenzuwirken, zu beteiligen und dabei zu hoffen, dass diese früher oder später von Erfolg gekrönt sein werden.

Dies ist natürlich weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bis dahin können wir nur das ganze Feuerwehr-, Rettungs- und Zivilschutzwesen pflegen und ausbauen, an Flüssen Dämme errichten und erhöhen, das Frühwarnsystem schärfen und natürlich hoffen, dass alles nicht so schlimm kommt.

Die schwierigste Aufgabe wird aber sein, unsere Kohlendioxid-Emissionen zu senken, was nichts anderes heißt, als unser Leben zu ändern.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Klimawandel in Südtirol angekommen"


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falschauer
18 Tage 23 h

das klima ist keine konstante, den wandel hat es immer schon gegeben und nun sind wir wiederum in so einer phase, nur dass diese durch den einfluss des menschen beschleunigt wird, jene welche jedoch diesen wandel leugnen bzw nicht wahrhaben wollen sollten sich selbst hinterfragen ob ihre wahrnehmungsfähigkeiten noch geschliffen oder bereits stumpf sind

Neumi
Neumi
Kinig
19 Tage 52 Min
Im Weg steht vor allem die Weltpolitik. Es gibt eine Technik für Wärmekraftwerke (Metallplatten über dem Boden aufheizen lassen, die Luft nach oben durch Kamine abziehen, dort die Turbinen installieren, ganz ohne Solarpanele), die sich hervorragend in Equatornähe lohnen würde. Würde man hier eine Fläche – mitten in der Wüste wo keine Sau wohnt und nichts wächst – von 500km x 500km opfern, hätte man genug Energie, um die gesamte Welt mit genügend Strom (inklusive Elektro-Heizungen) zu beliefern. Das Problem beim Strom ist natürlich der Transport. Für den Transport nach Europa oder Russland müsste man erst mal durch x sich… Weiterlesen »
Kingu
Kingu
Grünschnabel
15 Tage 7 h

So leicht würde es leichter nicht gehen, die Fläche du aufzählst mit solchen Anlagen auszustatten, wäre eine fast unlösbare Aufgabe. Es braucht viel zu viele Ressourcen und wäre immer noch nicht Ausfall sicher. Kernfusion wird immer unwahrscheinlich, allein weil wir Helium 3 145t für den gesamten Strombedarf benötigen. Die derzeitige Jahresproduktion liegt bei 8kg. Kernspaltung wird wohl sehr lange die einzige verlässliche Alternative sein, anstatt Uran muss halt Thorium verwendet werden. Beim Klimawandel werden auch viele Faktoren nicht berücksichtigt wie die sogenannte Umpolung der Erde oder auch die ehemaligen Kernwaffen, die starke Ionisierung der Atmosphäre ausgelöst haben.

Neumi
Neumi
Kinig
14 Tage 22 h
Einfach sicher nicht. Aber die aktuellen Kraftwerke brauchen auch Resourcen (wobei die genannten vor allem aus dunklen rostfreien Metallplatten bestehen) und sind nicht vor Ausfällen sicher. Wegen ihrer Schlichtheit wären diese Kraftwerke aber sehr einfach zu warten und man hätte mit wenig Ausfällen zu rechnen. Es wird ein Umdenken stattfinden müssen, man muss auch mal etwas tun, das nicht einfach ist, sich langfristig aber lohnt. Man sollte anfangen, das zu nutzen, was wir im Überfluss haben und das ist die Sonne. Sie zu nutzen würde auch direkt dem Klima gut tun, da die einfallende Wärmeenergie umgewandelt wird. Kernkraftwerke machen das… Weiterlesen »
Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
16 Tage 20 h

Welche “Überraschung” SN, dass der Klimawandel auch in Südtirol angekommen ist. Liegt es doch auch auf dem Planeten Erde…….

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
16 Tage 10 h

Hatte vergessen zu fragen, woher er den gekommen ist. Natürlich haben die SüdtirolerInnen nichts 🙈 dazu beigetragen.

Krissy
Krissy
Superredner
16 Tage 6 h

Nur weiter fest Wälder roden für Apfelbäume, Weinreben und riesige SPA-Luxus-Anlagen.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
15 Tage 11 h

@
Und viel Sprit verbrauchen!

Stryker
Stryker
Neuling
16 Tage 4 h

Schun komisch das die etsch iatz auf uanmol so hoach geat bols uan tog mol ordentlich regnet…Vieleicht hots jo ondere gründe…Es verbot von Sandgewinnung aus der Etsch zb. wos früher auf verschiedenen Orten gmocht gworden isch…Oder magari isch im Trentino a Schleuse mehr wos Wosser gebremst wert…Wos erschter net wor…(Erneuerbare energie)Ols aufn Klima wandel schiaben isch zu uanfoch!!Corona magari a eppis mitn Klima zu tian?;-)…

Gievkeks
Gievkeks
Tratscher
14 Tage 6 h

@Stryker:
I glab net, dass irgend a Schleuse im Trentino, wos wesentlich tiafer lig wia Neumarkt, do an Einfluss drauf hot. Es sei denn, die Schleuse isch so groaß, dass es gonze Unterlond zum Stausee werd.
Und logisch hot Corona an Effekt, ollerdings an positiven.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
14 Tage 5 h

Stryker
es ist aber auch sehr einfach, den Klimawandel mit Argumenten wie einem vollen Fluß zu relativieren 😉
Ich glaube die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

forzafcs
forzafcs
Superredner
15 Tage 2 h

Laut IPCC konnten in den Letzen 30 Jahren kein Zuwachs von Wetterkatastrophen festgestellt werden.

Quellen:
[IPCC 2013, AR5, WG1, Kapitel 2.6, Seite 216]: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.

http://www.bom.gov.au/cyclone/climatology/trends.shtml
https://www.dwd.de/DE/presse/hintergrundberichte/2015/Unwetter_Tornado_Norddeutschland_PDF.pdf?__blob=publicationFile&v=2

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
14 Tage 7 h

Achso, ein Klimawandel-Leugner also auch noch …. Mann oh Mann, bei dir kommt so einiges zusammen 🙂

Gievkeks
Gievkeks
Tratscher
14 Tage 6 h

@forzafcs:
Keiner dieser Links bestätigt deine Aussage, da geht es nur um Zyklone.

Im Gegenteil, das IPCC warnt regelmäßig vor Häufung extremer Wetterereignisse in der Zukunft, womit sie für dich wieder zu den Bösen gehören dürften.

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
14 Tage 6 h

Aktuelles der UN zum Thema:

“UN: Wetter- und klimabedingte Katastrophen fast verfünffacht ”

https://www.nau.ch/news/europa/un-wetter-und-klimabedingte-katastrophen-fast-verfunffacht-65800068

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