Mann [30] tot aufgefunden

Kohlenmonoxid-Tod in Kastelruth

Mittwoch, 28. Januar 2026 | 09:06 Uhr

Von: luk

Kastelruth – Ein 30-jähriger Mann aus Gambia ist in Kastelruth vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben gekommen. Der Mann wurde am 23. Januar leblos in einem Raum im Untergeschoss eines privaten Wohnhauses gefunden.

Entdeckt wurde der Tote von zwei weiteren ausländischen Staatsbürgern, die im selben Gebäude, jedoch in einem anderen Raum lebten. Da der Mann seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen worden war, machten sich die beiden auf die Suche und fanden ihn tot auf. Die alarmierten Rettungskräfte konnten laut der Nachrichtenagentur Ansa nur noch den Tod feststellen. Aufgrund der bereits eingetretenen Totenstarre dürfte der Mann schon seit mehreren Tagen verstorben gewesen sein.

Nach bisherigen Erkenntnissen bewohnte der Gambier den Raum als Mietunterkunft und heizte ihn mit einer Art Feuerschale, in dem er Holzkohle verbrannte. Die zunächst angenommene Todesursache eines plötzlichen Unwohlseins bestätigte sich nicht. Eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion ergab, dass der Tod durch Kohlenmonoxid verursacht wurde.

Der Mann soll in Kastelruth Gelegenheitsarbeiten nachgegangen sein und unter äußerst prekären Bedingungen gehaust haben. Die Carabinieri legten den Ermittlungsbehörden einen ausführlichen Bericht über die Wohn- und Lebensumstände vor. Die Staatsanwaltschaft Bozen prüft nun mögliche Verantwortlichkeiten und will klären, warum der Mann unter derart schlechten Bedingungen lebte und ob Dritte daraus Vorteile gezogen haben könnten.

 

Bezirk: Salten/Schlern

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