Von: apa
Im Fall einer in Innsbruck getöteten 34-Jährigen und ihrer zehnjährigen Tochter, deren Leichen im November 2025 in Kühltruhen entdeckt worden waren, dürfte nun die Todesursache feststehen. Laut Obduktion wurden Mutter und Tochter “mit hoher Wahrscheinlichkeit erstickt”, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck der APA einen Bericht der “Tiroler Tageszeitung”. Zwei Männer im Alter von 53 und 55 Jahren befinden sich seit Monaten wegen Mordverdachts in U-Haft.
Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen hatten offenbar mehrere Wochen gedauert. Die Obduktion dürfte sich äußerst schwierig gestaltet haben, nachdem die Leichen der beiden Opfer bereits stark verwest waren. Über den Tathergang war darüber hinaus nichts bekannt.
Tatverdächtige bestritten bisher Tötung
Zwei Brüder im Alter von 53 und 55 Jahren stehen unter dringendem Mordverdacht und befinden sich seit Juni des Vorjahres in Untersuchungshaft. Sie bestritten bis zuletzt, die Syrerin und ihre Tochter getötet zu haben. Der 55-jährige Hauptverdächtige, ein Arbeitskollege der 34-Jährigen, sprach von einem Unfall. Er räumte jedoch ein, die Leichen in den Kühltruhen – die hinter einer Rigipswand in der Wohnung des Bruders stand – versteckt zu haben. Der Jüngere soll an der Beschaffung und Aufstellung des Geräts beteiligt gewesen sein.
Eine Vermisstenmeldung hatte den Fall ins Rollen gebracht. Ein in Deutschland lebender Cousin der Getöteten hatte sich bereits im Juli 2024 bei der Polizei gemeldet. Der nunmehr Hauptverdächtige meinte damals, dass Mutter und Tochter für längere Zeit zur Familie in die Türkei reisen wollten. Dort wusste man aber nichts davon. Außerdem wurden die Handys der beiden Vermissten gefunden, dies war laut dem Landeskriminalamt jedenfalls “ungewöhnlich”. Nach intensiven Ermittlungen erhärtete sich schließlich der Tatverdacht gegen die beiden Männer. Erst mehrere Monate nach der Festnahme gestand der 55-Jährige das Verstecken der Leichen in der Kühltruhe. Über ein Motiv war bisher nichts bekannt.
(S E R V I C E – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133)




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