Von: luk
Bozen – In Bozen sorgt eine verstärkte Kontrolltätigkeit der Stadtpolizei derzeit für Unmut unter vielen Roller- und Motorradfahrern. In den vergangenen Tagen wurden vermehrt Strafen für Fahrzeuge ausgestellt, die auf Gehsteigen oder in nicht erlaubten Bereichen abgestellt waren. Die Betroffenen kritisieren vor allem den Mangel an geeigneten Stellplätzen in der Innenstadt.
Besonders häufig sollen Kontrollen in der Sparkassenstraße, der Garibaldistraße sowie im Bereich des neuen Berloffa-Parks vor dem WaltherPark durchgeführt worden sein. In sozialen Netzwerken und Leserzuschriften häufen sich die Beschwerden, berichtet auch die Zeitung Alto Adige. Viele Nutzer verweisen darauf, dass in den vergangenen Jahren mehrere Parkmöglichkeiten für Zweiräder im Stadtzentrum weggefallen seien – unter anderem durch die Neugestaltung rund um den WaltherPark sowie bereits früher auf dem Silvius-Magnago-Platz vor dem Landtag.
Der Kommandant der Stadtpolizei, Fabrizio Piras, weist die Kritik zurück. Die Beamten würden ausschließlich dort einschreiten, wo das Parken laut Straßenverkehrsordnung verboten sei. Ziel sei es insbesondere, Gehsteige für Fußgänger, Senioren, Menschen mit Behinderung und Eltern mit Kinderwagen freizuhalten.
Auch Bürgermeister Claudio Corrarati verteidigt die verstärkten Kontrollen. Die Stadt reagiere damit auf zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung. Neben falsch abgestellten Scootern stehen derzeit auch Radfahrer und Nutzer von E-Scootern verstärkt im Fokus der Ordnungskräfte. Laut Stadtpolizei sind täglich zwei Streifen speziell für entsprechende Kontrollen im Einsatz.
Gleichzeitig räumt Corrarati ein, dass zusätzliche Stellflächen für Motorräder notwendig seien. Im geplanten Parkhaus im Bahnhofsbereich sei ursprünglich eine eigene Ebene für Motorräder vorgesehen gewesen. Ob und wann diese umgesetzt wird, ist derzeit jedoch noch offen.




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