Ionut Marius Cal [32] starb am 12. Oktober 2025

Messerattacke auf Lkw-Parkplatz: Staatsanwaltschaft erhebt Mordvorwurf

Dienstag, 07. Juli 2026 | 10:39 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Staatsanwaltschaft Bozen hat die Ermittlungen zur tödlichen Messerattacke auf den rumänischen Lkw-Fahrer Ionut Marius Cal abgeschlossen. Wie die Anklagebehörde am Dienstag mitteilte, wurde dem Beschuldigten die Mitteilung über den Abschluss der Ermittlungen zugestellt. Ihm wird Mord gemäß Artikel 575 des italienischen Strafgesetzbuches vorgeworfen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann seinem Landsmann am 12. Oktober 2025 auf dem öffentlichen Lkw-Parkplatz am 1.-Mai-Platz in der Bozner Industriezone insgesamt fünf Messerstiche versetzt haben. Zwei Stiche trafen das Gesicht, einer die linke Achselhöhle und zwei den Brustbereich. Tödlich war laut Anklage der Stich im Bereich des linken Warzenhofs, der die Wand der rechten Herzkammer durchdrang und einen kardiogenen Schock verursachte.

Die Tat ereignete sich zwischen 0.40 und 0.45 Uhr. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, in Kürze den Antrag auf Anberaumung der Hauptverhandlung beim zuständigen Gericht einzureichen.

Nach den bisherigen Ermittlungen war es in der Tatnacht zu einem Streit zwischen zwei rumänischen Lkw-Fahrern gekommen, der nach bisherigen Erkenntnissen wegen geringfügiger Gründe eskaliert sein soll. Der mutmaßliche Täter flüchtete unmittelbar nach der Tat mit seinem Lastwagen, konnte jedoch wenige Stunden später auf dem Autobahnparkplatz Laimburg an der Brennerautobahn von der Polizei festgenommen werden.

Zeugen hatten sich das Fahrzeug gemerkt, zudem fanden die Ermittler Blutspuren am Tatverdächtigen sowie blutverschmierte Kleidung in dessen Führerhaus. Der Beschuldigte machte bereits bei seiner ersten Vernehmung von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Die Staatsanwaltschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass für den Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.

Nachfolgend die Mitteilung der Staatsanwaltschaft im vollen Wortlaut:

In Bezug auf die Tötung von CAL Ionut Marius am 12. Oktober 2025 wird mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen und die Mitteilung über den Abschluss der Ermittlungen mit folgendem Tatvorwurf zugestellt hat: Straftat nach Art. 575 StGB, weil er den Tod von CAL Ionut Marius verursacht haben soll, indem er ihm fünf Messerstiche versetzte, davon zwei im Gesichtsbereich, einen im Bereich der linken Achselhöhle sowie zwei im Brustbereich, wobei jener im Bereich des oberen äußeren Abschnitts des linken Warzenhofs tödlich war, da er die Wand der rechten Herzkammer durchdrang und dadurch einen kardiogenen Schock verursachte.

In Bozen, auf dem öffentlichen Parkplatz am 1.-Mai-Platz, am 12.10.2025 gegen 00.40–00.45 Uhr.

Die Staatsanwaltschaft steht kurz davor, den Antrag auf Festsetzung der Hauptverhandlung zu hinterlegen.

Für den Beschuldigten gilt jedenfalls der Grundsatz der Unschuldsvermutung.

Bezirk: Bozen

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