Von: mk
Bozen – „Unsere Alm- und Viehwirtschaft zu schützen, bedeutet auch, unsere Lebensart als Südtirolerinnen und Südtiroler zu bewahren“, unterstreicht SVP-Landessekretär Harald Stauder in Reaktion auf die jüngst erfolgte Entnahme eines Problemwolfs in Enneberg.
Stauder stellt sich damit demonstrativ hinter Landeshauptmann Arno Kompatscher, der das entsprechende Entnahmedekret unterzeichnet hat, sowie hinter Landesrat Luis Walcher und begrüßt das entschlossene Vorgehen ausdrücklich.
„Für uns in Südtirol ist der Wolf kein abstraktes oder ideologisches Thema, sondern ein ganz praktisches Problem. Der Schutz der Artenvielfalt und auch des Wolfs ist wichtig. Aufgrund europäischer und nationaler Vorgaben haben wir in den vergangenen Jahren jedoch eine Situation erlebt, in der der Schutz des Wolfs vielfach zur absoluten Prämisse wurde – zulasten unserer Alm- und Viehwirtschaft. Dass das nicht der richtige Weg sein kann, wissen wir“, so Stauder.
„Wer an Südtirol denkt, denkt automatisch auch an blühende Almwiesen, eine gepflegte Kulturlandschaft und eine naturnahe Viehwirtschaft. All das gehört zu unserer Identität, unserer Kultur und unserer Lebensart. Eine unkontrollierte Ausbreitung des Wolfs gefährdet dieses Gleichgewicht“, betont der SVP-Landessekretär.
Der nun erfolgte zweite Wolfsabschuss in Südtirol zeigt nach Ansicht Stauders, dass die in den vergangenen Jahren geschaffenen rechtlichen Möglichkeiten greifen. Gleichzeitig macht der erneute Vorfall deutlich, dass weiterhin an einer noch rascheren und praxisnäheren Handhabung gearbeitet werden muss.
„Die Südtiroler Volkspartei wird sich daher auch künftig auf Landes-, Staats- und europäischer Ebene dafür einsetzen, dass das Wolfsmanagement an die tatsächliche Entwicklung der Population angepasst wird. Ziel bleibt ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Artenschutz und dem Schutz der Alm- und Landwirtschaft sowie der Menschen, die dort leben und arbeiten“, so Stauder abschließend.




Aktuell sind 4 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen