Von: apa
Nach der Messerattacke eines 66-Jährigen auf seine gleichaltrige Ehefrau am Montagnachmittag in Kottingbrunn (Bezirk Baden) laufen Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Der Mann ist nach Angaben von Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, festgenommen worden. Er befand sich ebenso wie das Opfer weiterhin in einem Krankenhaus. Einvernahmen der Ehepartner sind noch nicht möglich gewesen.
Laut Habitzl wurden der Frau Stichwunden im Bauchbereich zugefügt. Tatwaffe war nach Polizeiangaben vom Montag ein Messer. Der Beschuldigte soll nach der Attacke auf seine Partnerin versucht haben, sich selbst zu töten. Er weist dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge ebenfalls Verletzungen im Bauchbereich auf. Ein U-Haft-Antrag gegen den 66-Jährigen war am Dienstag noch nicht gestellt. Der Mann soll die Tat in E-Mails an verschiedene Stellen angekündigt haben. Die Ermittlungen zum Motiv dauerten an.
Birgit Borns, Sprecherin des Landesgerichts Wiener Neustadt, bestätigte Medienberichte, dass der 66-Jährige wegen Untreue und betrügerischer Krida rechtskräftig zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt worden ist. Die Aufforderung zum Strafantritt sei im vergangenen Dezember abgeschickt worden.
(S E R V I C E – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.gewaltschutzzentrum.at/, beim Polizei-Notruf: 133, sowie in Niederösterreich beim NÖ Frauentelefon unter 0800-800 810.)




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