Von: APA/dpa
Nach einem verheerenden Brand in Pakistans Hafenmetropole Karachi steigt die Opferzahl weiter. Wie Behördenvertreter am Montag mitteilten, kamen mindestens 26 Menschen ums Leben, Dutzende weitere Personen wurden weiter vermisst. Das Feuer in dem Einkaufszentrum war am Sonntag ausgebrochen. Bilder zeigten einen zerstörten und ausgebrannten Gebäudekomplex. Bei dem Großbrand wurden nach offiziellen Angaben rund 50 Menschen verletzt.
Die Sorge war groß, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte. Mehr als 24 Stunden kämpften Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der Gouverneur der Provinz Sindh sprach von mehr als 70 Vermissten. “Das sind schmerzhafte Momente des Wartens auf ein Wunder”, sagte ein Mann dem pakistanischen Fernsehsender Geo News. Wie viele Angehörige, die ihre Familie unter den Trümmern vermuteten, wartete er vor dem Unglücksort.
Brandschutzmängel und strukturelle Probleme
Das Einkaufszentrum war Behördenangaben zufolge für 400 Geschäfte ausgelegt. Tatsächlich sollen dort jedoch gut dreimal so viele Geschäfte untergebracht gewesen sein. Nur zwei Notausgänge seien funktionsfähig gewesen. In der Vergangenheit kam es in dem südasiatischen Land häufig zu verheerenden Feuerkatastrophen, die Diskussionen über Brandschutz auslösten. Die Feuerwehren sind oft unterbesetzt und schlecht ausgerüstet – und damit kaum in der Lage, auf größere Notfälle zu reagieren.




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