Von: APA/dpa/AFP/Reuters
Im Zusammenhang mit Schusswaffenangriffen in Israel sind am Sonntag mindestens zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Ein 35-Jähriger erlag seinen Schussverletzungen, zwei lebensbedrohlich und drei mittelschwer Verwundete wurden dem israelische Rettungsdienst Magen David Adom zufolge in Spitäler eingeliefert. Ein mutmaßlicher Täter kam laut Polizei ebenfalls ums Leben. Berichte, dass zudem ein zweiter Verdächtiger getötet wurde, blieben vorerst unbestätigt.
Bei dem 35-jährigen Todesopfer handelt es sich laut lokalen Medien um einen israelischen Staatsbürger. Die Suche nach einem weiteren Verdächtigen dauere an, hieß es in offiziellen Mitteilungen. Zudem sei ein mutmaßlich bei den Angriffen genutztes Fahrzeug sichergestellt worden. Nach Angaben der Polizei ereigneten sich die “Terrorangriffe” in der Stadt Kokhav Ya’ir sowie in den Ortschaften Tzur Natan und Tzur Yitzhak nahe des von Israel besetzten Westjordanlands. Zahlreiche Polizeikräfte waren im Einsatz.
Bei dem mutmaßlichen Schützen bei dem tödlichen Angriff in Zentralisrael handelt es sich nach Polizeiangaben um einen arabischen Israeli aus der nahegelegenen Stadt Tayyibe. Der Mann sei getötet worden, teilt ein Sprecher mit. Er habe eine Schusswaffe bei sich gehabt.
Israels rechtsextremer Sicherheitsminister fordert Todesstrafe
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu erklärte, er habe “eine Lagebeurteilung” vorgenommen und verfolge die Ereignisse rund um die tödlichen Angriffe. Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir forderte die Todesstrafe, falls der mutmaßliche zweite Täter gefasst werde: “Wenn ein Terrorist lebend gefangen genommen wird, wird er hingerichtet – so lautet das Gesetz”, erklärte Ben Gvir im Onlinedienst X. Der Minister bezog sich auf das im März verabschiedete Gesetz, das die Todesstrafe für palästinensische Täter vorsieht, die aus “terroristischen” Motiven Israelis töten. Das Gesetz wurde international scharf kritisiert.
Die radikal-islamische Hamas lobte die Tat, bekannt sich aber nicht dazu. Es handle sich um eine Reaktion auf fortwährende Angriffe Israels auf Palästinenser im Westjordanland, im Gazastreifen und Jerusalem, hieß es in einer Mitteilung der Palästinenserorganisation.
Zuletzt hatten sich Vorfälle in israelischen Ortschaften in Grenznähe zum besetzten Westjordanland ereignet. In den vergangenen Jahren war es in Israel immer wieder zu Anschlägen von Palästinensern gekommen. Im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland leben neben rund drei Millionen Palästinensern auch mehr als 500.000 Israelis in Siedlungen und Außenposten, die nach internationalem Recht illegal sind.




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