Von: luk
Meran – Sofern die Wetterbedingungen stabil bleiben und keine weiteren starken Niederschläge auftreten, dürfte die Instandsetzung der Flussbetten des Weissplatterbachs und des Naifbachs bis morgen – Donnerstag, 2. Juli – abgeschlossen sein. Das teilt die Gemeinde Meran mit. Am vergangenen Wochenende hatte ein Gewitterereignis eine Mure ausgelöst, die für erhebliche Schäden gesorgt hatte.
“Dies würde die Wiederöffnung der Landesstraße 8 nach Schenna in beide Richtungen ab 17.00 Uhr ermöglichen. Die offizielle Bestätigung erfolgt nach Abschluss der für den späten Nachmittag des heutigen Tages (1. Juli) einberufenen Einsatzbesprechung. In der Zwischenzeit wurde eine Spendenaktion zur Unterstützung der von dem Ereignis betroffenen Familien ins Leben gerufen”, so die Gemeinde Meran.
Heute Vormittag fand in der Katzensteinstraße eine weitere Fachbesprechung statt, um eine Bestandsaufnahme der Lage und des Fortschritts der Arbeiten zur Beseitigung der Schlamm- und Geröllmassen vorzunehmen, die das Überlaufen des Weissplatterbachs verursacht hatten. Das Ereignis führte zu erheblichen Schäden an mehreren Gebäuden.
Die Sicherungs- und Sanierungsarbeiten werden ohne Unterbrechung fortgesetzt. An den operativen Arbeiten sind die Wildbachverbauung und der Straßendienst des Landes beteiligt, die von zwei Fachunternehmen bei der Reinigung der Flussbetten und Unterführungen unterstützt werden. Bis heute wurden bereits über 10.000 Kubikmeter Material entfernt.
Die Feuerwehr ist damit beschäftigt, die Zugänge freizulegen sowie die Räumlichkeiten in den betroffenen Wohnhäusern freizuschaufeln, die teilweise von Schlamm- und Geröllansammlungen überflutet wurden. Diese erreichten an einigen Stellen eine Höhe von drei Metern.
Von den 39 Personen, die infolge der Mure evakuiert wurden und im Gemeindegebiet von Meran wohnen, konnten 22 bereits in ihre Wohnungen zurückkehren.
Bislang waren alle Feuerwehren von Meran im Einsatz; ab heute werden sie auch von Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden unterstützt.
Nach Abschluss der Aufräumarbeiten wird die Wildbachverbauung einen provisorischen Schutzdamm entlang des linken Ufers des Weissplatterbachs auf Höhe der Häuser der Familie Tomasi errichten, um das Risiko neuer Überschwemmungen bei starken Niederschlägen zu verringern.
Sicherheitsmaßnahmen
Auf Anweisung des Quästors von Bozen, Giuseppe Ferrari, wird bis zum 7. Juli ein gemeinsamer Einsatz der Ordnungskräfte und der Armee stattfinden. Der Einsatz hat die Aufgabe, das Gebiet während der Arbeitszeiten abzusperren, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und unbefugten Zutritt zu den betroffenen Bereichen zu verhindern. In den Nachtstunden wird die Feuerwehr den Überwachungsdienst für die vor Ort eingesetzten Maschinen, darunter Stromaggregate und Pumpen, verstärken.
Verkehrslage
„Wenn die Lage stabil bleibt und ein ungehinderter Abfluss des Wassers aus dem Weissplatter- und dem Naifbaches gewährleistet werden kann, kann die Landesstraße 8 nach Schenna morgen, Donnerstag, 2. Juli, nach 17.00 Uhr in beide Richtungen wieder für den Verkehr freigegeben werden“, erklärte der Stadtrat für Straßen und Infrastruktur, Christoph Mitterhofer. „Die endgültige Bestätigung erfolgt nach Abschluss der nächsten Einsatzbesprechung, die für heute Abend angesetzt ist. Ich möchte allen vor Ort im Einsatz befindlichen Personen für ihre Professionalität, ihr Engagement und ihren Einsatz danken.“
Spendenaktion für betroffene Familien
Der Bäuerliche Notstandsfonds hat eine Spendenaktion zugunsten der betroffenen Familien ins Leben gerufen. Die Stadtverwaltung von Meran unterstützt die Initiative und lädt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine ein, einen Beitrag zu leisten. Hier sind die Bankverbindungen für Spenden:
Kennwort: “Unwetter Meran”
Raiffeisenkasse – IBAN: IT30 D 03493 11600 000300011231
Sparkasse – IBAN: IT67 D 06045 11600 000000034500
Volksbank – IBAN: IT15 U 05856 11601 050570004004
„In einer so schwierigen Zeit für die betroffenen Familien ist die Solidarität der Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung. Wir laden alle ein, im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten: Auch eine kleine Geste kann einen Unterschied machen“, betont die Stadtverwaltung. „Wir danken schon jetzt allen, die sich an den Hilfsmaßnahmen beteiligen, und allen, die die Betroffenen konkret unterstützen möchten“, erklärten der Stadtratfür Soziales Stefan Frötscher und die Stadträtin für Wirtschaft und Tourismus Barbara Hölzl.




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