Heute fährt der Zug wieder planmäßig

Mure touchiert Vinschgerbahn: Staatsanwaltschaft ermittelt

Mittwoch, 10. Januar 2018 | 10:22 Uhr

Göflan – Schrecksekunden erlebten gestern 25 Passagiere des Vinschger Zuges um kurz nach 6.00 Uhr früh. Eine Mure war – wie berichtet – auf die Geleise niedergegangen, der Zug fuhr auf die Erdmassen auf. Eine Achse des schweren Gefährts war daraufhin aus den Geleisen gesprungen.

Glücklicherweise gab es weder Verletzte noch größere Sachschäden. Nachdem der vordere Teil der Zuggarnitur wieder auf die Geleise gesetzt worden war, konnte das schwere Gefährt um die Mittagszeit in Richtung Bahnhof Schlanders gezogen werden. Der Zugverkehr musste zwischen Schlanders und Goldrain/Latsch nach dem Murenabgang unterbrochen werden.

Der Zug fährt ab heute wieder planmäßig

Heute fährt der Zug im Vinschgau wieder planmäßig. Das sagte STA-Direktor Joachim Dejaco gestern Abend. Am Dienstag wurden an der Unfallstelle Reparaturarbeiten ausgeführt, unter anderem wurden sieben beschädigte Bahnschwellen ausgetauscht.

Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Indes hat die Bozner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Murenabgangs eingeleitet, um eine etwaige Schuldfrage zu klären. Laut Einschätzung des Landesgeologen Volkmar Mair hat es im betroffenen Gebiet in den vergangenen 90 Jahren kein Wasser geben und es handelt sich somit um ein extrem seltenes Naturphänomen, das nicht voraussehbar war.

Auch Joachim Dejaco, der Direktor der zuständigen Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) betont, dass die Rahmenbedingungen, die zur Mure geführt hatten, in dieser Form „absolut nicht vorhersehbar“ gewesen seien. Man sei als STA sehr bemüht, die Zuglinie in Stand zu halten.

Von: luk

Bezirk: Bozen, Vinschgau

Kommentare

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14 Kommentare auf "Mure touchiert Vinschgerbahn: Staatsanwaltschaft ermittelt"


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Dagobert
Dagobert
Superredner
8 Tage 21 h

Am besten ist wenn sie das Wetter verklagen, damit sowas ja nicht nochmal vorkommt.

holzr
holzr
Neuling
8 Tage 19 h

jo wos welns.si.do a ermittln.gegn der naturgewalt

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
8 Tage 16 h

Ach jemandn Schuld gebn kennen hel tat ihmene olm guat passn

Alpinist
Alpinist
Grünschnabel
8 Tage 17 h

Hobm de schuscht kuan Orbat ???

Aurelius
Aurelius
Tratscher
8 Tage 13 h

in der Heutigen Zeit muss es immer einen Schuldigen geben, auch wenn es noch so absurd scheint….

Tabernakel
7 Tage 8 h

Seit dem der Mensch Gerichte eingeführt hat wird nach Schuldigen gesucht.

Kurios
Kurios
Tratscher
8 Tage 13 h

Die Staatsanwaltschaft muss ermitteln um jegliche Verantwortung von irgendjemand ausschließen zu können. Das sollte eine sich mündig betrachtende Person schon wissen. Ein Schlanderser Gemeinderat erklärte aber den Medien dass schon vor 20 Jahren sich dort ähnliches erreignet hat. Also hätte man schon etwas unternehmen können. Das Wasser fließ ja über 600 Höhenmeter den Berg hinunter ohne dass es irgendwie in mehrere Waale gewasst und abfliesen könnte

denkbar
denkbar
Kinig
7 Tage 23 h

@Kurios . So ist es. Die Sicherheit der Menschen geht voran und da sollte mit größter Sorgfalt geprüft werden, wo was zu tun ist, dass sich nicht nochmal ein Unglück ereignet, beim dem Menschen sterben. So manch ein Beitrag hier, ist meiner Ansicht nach blanker Hohn für die Hinterbliebenen der Opfer des Unglücks 2010.

peterle
peterle
Superredner
8 Tage 11 h

Soweit ich mich erinnern kann wurden von dem Landwirt oberhalb des Murabgangs vor einigen Jahren Planierungsarbeiten verrichtet. Inwieweit dies Auswirkungen auf das Gebiet hat/te sollte Aufgabe des Staatsanwalts sein.

Kurios
Kurios
Tratscher
8 Tage 1 h

Wie weit muss ein Landesgeologe blicken?

iv
iv
Grünschnabel
7 Tage 23 h

@Kurios genau sell isch seine Orbet für de er bezohlt werd.

Kurios
Kurios
Tratscher
7 Tage 10 h

@peterle und du glaubst dass Erdreich und Steine von diesem erst kürzlich planierten Teilstück mitgeschwemmt wurde ?

Tabernakel
7 Tage 8 h

@Kurios
Der Staatsanwalt hat das gelesen und wird auch dort ermitteln.

Tabernakel
8 Tage 12 h

Ich hoffe nicht, dass der Geologe die Stabilität des Hanges falsch berechnet hat. Fatal wäre auch wenn die Gleisbauer eine Drainage vergessen haben.

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