Auch Feuer kann verheerend sein

Muren und Waldbrände: Auch Südtirol rüstet sich für Wetterextreme

Dienstag, 08. August 2017 | 16:40 Uhr

Bozen – Zwar liegen noch zu wenig Daten vor, dennoch rechnen Experten damit, dass Wetterextreme aufgrund des Klimawandels zunehmen – auch in Südtirol.

Was sintflutartige Regenschauer und heftige Gewitter anrichten können, dafür lieferten am vergangenen Wochenende vor allem Prags und Toblach ein trauriges Beispiel. Hitzewellen, Trockenheit und Waldbrände sind die Kehrseite der Medaille.

Auch die Bozner Berufsfeuerwehr rüstet sich für den Ernstfall. „Wir rechnen mit mehr extremen meteorlogischen Phänomenen, die mit heftigerer Gewalt zuschlagen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mehr Energie in der Luft gespeichert wird“, erklärte Ingenieur Andrea Lazzarotto, Verantwortlicher für die Sicherheit innerhalb der Berufsfeuerwehr, in einem TV-Interview.

Außerdem könnten auch in Südtirol längere Trockenperioden auftreten und es könnte zu einer generellen Steigerung der Höchsttemperaturen kommen. Auch in Bozen hat es in den letzten Monaten mehrere extreme Witterungsbedingungen gegeben, bei denen die Berufsfeuerwehr gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt unter anderem bis zu 100 Mal am Tag ausrücken musste.

Laut Lazzarotto liegt die Anzahl der Einsätze insgesamt aber noch im Durchschnitt.

Die Kehrseite von heftigen Regenfällen sind Trockenheit und damit die einhergehende Gefahr von Waldbränden. Glücklicherweise verfüge Südtirol über ein kapillares Netz an Forstwegen, erklärt Lazzarotto. Die Forstbehörden des Landes sind neben den Feuerwehren für Waldbrände zuständig.

Auch die Freiwilligen Feuerwehren in den einzelnen Gemeinden bieten Schutz vor Waldbränden, da durch sie ein rasches Einschreiten möglich wird.

Trotzdem stellt ein Waldbrand – auch für die Wehrleute selbst – immer eine große Gefahr dar. Waldbrände seien unberechenbar, weil durch Winde die Flammen in alle Richtungen ausschlagen können. „Am besten ist es, einen Waldbrand gleich am Anfang zu bekämpfen. Ansonsten wird es schwierig, einen solchen Brand von Boden aus zu löschen, da ein Waldbrand sich stets bewegt“, erklärt Lazzarotto.

Bei einem Waldbrand erreichen die Flammen durchschnittliche Temperaturen von 870 Grad.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Muren und Waldbrände: Auch Südtirol rüstet sich für Wetterextreme"


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patriot
patriot
Tratscher
14 Tage 16 h

ba ins gibs ober net soviel zündler!!

Tabernakel
14 Tage 16 h

hahaha…

Admin
Admin
Neuling
14 Tage 14 h

Brauchts nit. A glas scherbe genügt bei extremer trockenheit und hitze um an woldbrond auszulösen…

patriot
patriot
Tratscher
14 Tage 13 h

@Admin a gea sem miassets oft brennen

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Grünschnabel
14 Tage 13 h

In ein paar Jahren wird die Wald- und Buschbrandgefahr in Südtirol um ein vielfaches höher sein als bis dato. Der Grund dafür ist, dass viele Wälder, Wiesen, Böschungen, Almen und Weiden, auch in Siedlungsnähe, wegen den angesiedelten Großraubtieren, in Zukunft nicht mehr bewirtschaftet und gepflegt werden. Im somit aufkommenden Gebüsch und hohen trockenen Gras ist die Brandgefahr im Sommer größer, im Winter rutscht der Schnee leichter ab.

kornfeld
kornfeld
Grünschnabel
14 Tage 2 h

Viele legen uanfoch kuan Wert auf insere Natur….. Jedenfalls einen riesen großen Dank an all die freiwilligen wehrmänner die Tag und Nacht gegen Flammen und auch wie bisher gegen umwetter gekämpft haben

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