Von: Lukas Unterkofler
St. Vigil in Enneberg – Nach dem schweren Unwetter in St. Vigil in Enneberg laufen die Aufräumarbeiten nach dem Murenabgang auf Hochtouren.
Die Zufahrtsstraße in Richtung Pederü bleibt vorerst gesperrt, mehrere Bagger sind im Einsatz, um Geröll und Schlamm zu beseitigen und den Bachlauf wieder freizulegen.
Die Mure war am Samstagnachmittag nach einem heftigen Gewitter abgegangen. Der Fojedöra-Bach riss große Mengen an Geröll und Schlamm mit sich und verschüttete im Bereich des Naherholungsgebiets Ciamaur, rund eineinhalb Kilometer außerhalb des Dorfes, die Straße sowie Teile des Bachbetts. Auch ein Erholungsbereich wurde von den Schlammmassen erfasst.
Mit dem ersten Tageslicht wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. In der Nacht hatten die Einsatzkräfte ihren Einsatz wegen der Dunkelheit und des weiterhin instabilen Geländes unterbrechen müssen. Mehrere Bagger arbeiten daran, den Wasserlauf zu sichern und die verschüttete Straße freizuräumen.
Durch den Murenabgang waren rund 100 Personen vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten. Sie mussten ihre Fahrzeuge zurücklassen und wurden von der Bergrettung sowie den Freiwilligen Feuerwehren über eine Forststraße in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Auch in Antholz dauern nach den Unwettern die Aufräumarbeiten an. Dort hatte bereits am Freitagabend eine Mure das Biathlonzentrum beschädigt.
Die Gewitterfront sorgte am Samstagabend in mehreren Teilen Südtirols für Einsätze. Insgesamt wurden die Feuerwehren landesweit zu rund 20 wetterbedingten Alarmierungen gerufen.
Der nächste Gewittertag liegt hinter uns, südtirolweit 800 Blitze mit den stärksten Gewitterzellen im Gadertal, Sarntal und Etschtal (vor allem Raum Lana) mit bis zu 50 mm Regen innerhalb einer Stunde. Morgen folgen neue Gewitter, aber weniger verbreitete.
— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) August 1, 2026




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