Von: apa
Nach dem Beilangriff Mittwochmittag am Linzer Südbahnhofmarkt auf einen 40-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Mordversuchs aufgenommen und die U-Haft über den Verdächtigen beantragt. Die Polizei wird in den kommenden Tagen am Markt verstärkt präsent sein, um das Sicherheitsgefühl dort zu gewährleisten, teilte der Pressesprecher der Landespolizeidirektion Oberösterreich. Michael Babl, am Donnerstag mit.
Der Verdächtige zeigte sich offenbar bisher zu der Tat an sich geständig. Als Motiv habe er laut Sprecher der Staatsanwaltschaft angegeben, “wütend und genervt”gewesen zu sein, “weil ihn das Opfer bereits in der Bank so angeschaut hat”. Als der mutmaßliche Täter das Geldinstitut verließ, habe er aus seinem Rucksack das Beil gezogen und ein erstes Mal auf den ihm unbekannten 40-Jährigen gezielt.
Flucht auf Südbahnhofmarkt
Der Mann sei dann über die Straße auf den Südbahnhofmarkt geflüchtet, der 30-Jährige verfolgte ihn, vor einem Schanigarten hatte er ihn eingeholt. Dann soll er mehrmals mit dem Beil auf den Kopf des Opfers eingeschlagen haben, schilderte der Staatsanwaltschaftssprecher den Tatverlauf. Der 40-Jährige wurde schwer verletzt.
Ein Mitarbeiter des Lokals sei mit einem Messer in der Hand dem Opfer zu Hilfe gekommen. Der Täter ergriff daraufhin die Flucht, lief in Richtung der nächsten Polizeiinspektion und geradewegs zwei Beamten in die Arme, die ihn festnahmen. Er soll bei seiner Einvernahme gemeint haben, “es wäre ihm egal, wenn das Opfer stirbt”, so der Staatsanwaltschaftssprecher weiter. Ein psychiatrisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben.
Keine “generelle Gefährdungslage”
Die Polizei betonte, dass es sich “nach derzeitigen Erkenntnissen um einen tragischen Fall mit einem ‘Zufallsopfer’ handelt”. Dennoch werde die Exekutive verstärkt auf dem Südbahnhof sein. Aktuell gebe es aber keine Hinweise, “dass der Südbahnhofmarkt selbst Teil des Motivs war. Für die Bevölkerung besteht keine generelle Gefährdungslage”, so Babl.




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