Verstärkung der Kontrollen in öffentlichen Lokalen

Nach Silvesterkatastrophe: Konsequenzen in Südtirol

Donnerstag, 29. Januar 2026 | 16:10 Uhr

Von: luk

Bozen – Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Crans-Montana zum Jahreswechsel hat sich am 26. Januar im Herzogspalast in Bozen das Landeskomitee für öffentliche Ordnung und Sicherheit getroffen. Die Sitzung stand unter dem Vorsitz der Regierungskommissärin Maddalena Travaglini.

Ziel war es, die Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Lokalen, im Unterhaltungsbereich sowie bei öffentlichen Veranstaltungen in Südtirol weiter zu verstärken, berichtet Alto Adige online.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen insbesondere der Brandschutz sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz. An dem Treffen nahmen die Führungskräfte der Ordnungskräfte, das Berufsfeuerwehr, das Landesamt für Brandschutz, das Arbeitsinspektorat sowie die Stadtgemeinde Bozen teil. Ebenfalls vertreten waren die Wirtschaftsverbände, darunter der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) und der Wirtschaftsverband Handel, Tourismus und Dienstleistungen (HDS), sowie der Südtiroler Gemeindenverband.

Die Regierungskommissärin verwies auf eine kürzlich erlassene Richtlinie des italienischen Innenministeriums, die auch als Reaktion auf die Vorfälle in Crans-Montana ausgearbeitet wurde. Dabei wurde die Notwendigkeit einer verstärkten Sensibilisierung aller beteiligten Akteure hervorgehoben. Besonderes Augenmerk soll künftig auf ergänzende Tätigkeiten in Bars und Restaurants gelegt werden. Hier sollen die strengeren technischen Vorschriften für Orte der öffentlichen Unterhaltung konsequent angewandt werden.

Zwar wurde die grundsätzliche Zuverlässigkeit des bestehenden Sicherheitssystems bestätigt, gleichzeitig aber die Notwendigkeit eines noch engeren Zusammenspiels der zuständigen Stellen betont. Der Bürgermeister von Bozen kündigte die Einrichtung eines technischen Arbeitstisches sowie erste Überprüfungen von Betrieben mit gemischter Nutzungsbestimmung an.

Die Wirtschaftsverbände sagten ihre Unterstützung durch Informations- und Schulungsmaßnahmen zu. Land, Arbeitsinspektorat und Ordnungskräfte bekräftigten ihrerseits die Absicht, Kontrollen und Inspektionen zu intensivieren. Zum Abschluss erneuerten alle Beteiligten ihr gemeinsames Bekenntnis, die Überwachungstätigkeiten weiter auszubauen und die Ergebnisse in einem späteren Schritt zu evaluieren.

Bezirk: Bozen

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