Von: mk
Innsbruck/Bozen – “Beim 20. Tiroler Geotechniktag am 6. Mai im Congress Innsbruck haben wir aktuelle Entwicklungen im Umgang mit Naturgefahren im alpinen Raum besprochen”, berichtet der Direktor des Funktionsbereichs Wildbachverbauung in der Agentur für Bevölkerungsschutz Fabio De Polo, der den Vorsitz im Block Hochwasserschutz – Projekte, Überwachung, Bewertung, Sanierungen führte. Im Zentrum standen Themen rund um Hochwasserschutz, Risikomanagement und die Planung sowie Umsetzung von Schutzbauwerken. Beispiele aus Norwegen, Bayern, der Schweiz und Österreich zeigten unterschiedliche Zugänge, von Gefahrenkartierung bis zur konkreten Umsetzung von Maßnahmen.
Christian Kofler vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd präsentierte im vierten Block die jüngsten Forschungsergebnisse zum Einfluss des Klimawandels auf das Auftreten von Naturgefahrenereignissen im Hochgebirge. Er stellte neue Erkenntnisse zu mobilisierten Geschiebemengen im Zuge des Gletscherrückgangs sowie einige Fallstudien zu Murgängen vor, die in Permafrostgebieten ausgelöst wurden.
Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf den Auswirkungen des Klimawandels und veränderten Landnutzungen auf bestehende Schutzkonzepte. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis beleuchteten, wie sich Risiken verändern und welche Anpassungen notwendig werden. Auch konstruktive Lösungen im alpinen Raum wurden thematisiert, von nachhaltigen und zirkulären Bauweisen über Steinschlagschutz bis hin zu Monitoring- und Alarmierungssystemen.
Der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft Norbert Totschnig hatte die Tagung eröffnet, die fachliche Leitung lag bei Professor Robert Hofmann von der Universität Innsbruck.




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