Von: mk
Bozen – Seit 2010 leitet der Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ Einsätze mit dem Notarzthubschrauber in Südtirol – finanziert vom Sanitätsbetrieb und damit von der öffentlichen Hand. Weil eine Flugminute bereits 140 Euro kostet, ist der Dienst teuer: Über 15 Millionen Euro fallen jährlich für die Pelikan-Hubschrauber an, im Schnitt sind das rund 41.000 Euro pro Tag. Doch nicht nur Südtiroler profitieren davon. Rund die Hälfte der Flüge gehen auf das Konto von Touristen, wie aus den aktuellen Zahlen des Vereins hervorgeht.
Mitglieder des Vereins „HELI – Flugrettung Südtirol“ sind der Alpenverein Südtirol, der Landesrettungsverein Weißes Kreuz, die Bergrettung im Alpenverein Südtirol, die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung CNSAS, der Club Alpino Italiano, das Italienische Rote Kreuz sowie die Wasserrettung Südtirol. Die Flugrettung Südtirol verfügt über die drei Notarzthubschrauber Pelikan 1 mit Basis in der Landeshauptstadt Bozen, Pelikan 2 mit Basis in Brixen sowie dem seit Februar 2020 in Laas stationierten Pelikan 3. Saisonal wird der Dienst zusätzlich vom Aiut Alpin Dolomites mit Basis in Pontives im Grödnertal unterstützt.
Mit 2.699 Einsätzen bei insgesamt 107.901 Flugminuten wurden Pelikan 1, 2 und 3 im Jahr 2024 zwar weniger häufig angefordert als 2023, dennoch war die Flugrettung ein unverzichtbarer Teil des Südtiroler Gesundheitswesens.
„Die Herkunft der Patienten ist dabei vergleichbar mit den Daten der vergangenen Jahre. Rund 55 Prozent stammen aus Südtirol, dazu kommen 32 Prozent ausländische Patienten sowie 339 Personen aus anderen italienischen Provinzen“, bestätigt Vereinspräsident und Direktor vom Weißen Kreuz, Ivo Bonamico. Nicht mit eingerechnet sind hier allerdings die Einsätze vom Aiut Alpin Dolomites.
„Die höchste Einsatzdichte war erneut im Dezember und Januar sowie im August zu verzeichnen“, erklärte Georg Rammlmair, der 2025 nach 15 Jahren Präsidentschaft sein Amt zurückgelegt hat. Die Zahl ist ein weiteres Indiz dafür, dass Notarzthubschrauber in der touristischen Hochsaison stärker gefordert sind.
Für das Jahr 2025 stehen noch keine offiziellen Daten zur Verfügung. Ersten Schätzungen zufolge sind die Einsätze mit dem Rettungshubschrauber allerdings weiter angestiegen.




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