Von: idr
Antholz – Während in Antholz die olympischen Biathlon-Wettkämpfe laufen, rückt ein massiver Schneesturm heran. Der Südtiroler Zivilschutz hat wegen des Großereignisses bereits die höchste Aufmerksamkeitsstufe Alfa ausgerufen. Nun kommt eine zusätzliche Wetterwarnung hinzu, die selbst das Tal erfassen wird.
Für die betroffenen Regionen im Norden und Osten Südtirols gilt die Warnstufe Orange – die zweithöchste Warnstufe – für mäßig gefährlichen Schneefall. Ein mediterranes Tiefdruckgebiet soll intensive Schneefälle in fast den gesamten Alpenraum bringen. Besonders heftig trifft es den Osten des Landes: Hier rechnen die Meteorologen mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee.
Dieter Peterlin vom Amt für Meteorologie warnt vor Schneefällen bis hinunter ins Tal zwischen 200 und tausend Metern Höhe. In den tieferen Lagen wird sich Schneematsch bilden – eine besonders tückische Mischung, die für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen dürfte. Die stärksten Schneefälle werden laut Meteorologe Philipp Tartarotti aus Antholz am Donnerstag zur Mittagszeit erwartet.
Zivilschutzdirektor Klaus Unterweger appelliert eindringlich: „Fahrten sollten auf das Notwendige beschränkt werden. Autofahrer sollten ihre Fahrten sorgfältig planen und die Fahrzeuge unbedingt mit Winterausrüstung ausstatten.“
Erhöhte Lawinengefahr
Doch nicht nur im Tal droht Chaos – auch in den Bergen herrscht akute Lawinengefahr. Daniel Battocletti vom Lawinenwarnservice schlägt Alarm: Die Lawinensituation in offenen Gebieten in Höhenlagen sei kritisch, mit einer Gefahrenstufe von vier. Die frischen Schneemassen lagern sich auf einer ungünstigen Altschneedecke ab, warnen die Experten des Euregio-Lawinenbulletins.
Das Gemeindebetriebliche Einsatzzentrum Antholz arbeitet bereits auf Hochtouren und koordiniert sich eng mit den Freiwilligen Feuerwehren. Auf der Achse nach Cortina werden zusätzliche Räumfahrzeuge eingesetzt, um einen reibungslosen Olympia-Betrieb zu gewährleisten.




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