Vorwurf: 33-Jähriger lebte von illegaler Migration

Operation „Schlepper“

Samstag, 20. Oktober 2018 | 11:45 Uhr

Bozen – Im Rahmen der Operation „Schlepper“ haben die Carabinieri am heutigen Samstag zugeschlagen. Ein 33-jähriger Nigerianer landete hinter Gittern.

Die Carabinieri haben in Südtirol das Phänomen der illegalen Einwanderung nie wirklich aus den Augen verloren. Bereits mehrmals ist es der Heerespolizei gelungen, Personen zu verhaften, die Migranten illegal von Südtirol aus ins angrenzende Ausland brachten. Im Jahr 2017 haben die Carabinieri von Schlanders und Sterzing etwa mehrere mutmaßliche Schlepper festgenommen, die kleine Gruppen von Migranten – häufig waren es Nigerianer – gegen eine Entschädigung über die Grenze transportierten.

Im Jahr 2018 wurden die Kontrollen noch einmal verschärft und es wurde gegen Gruppen ermittelt, die möglicherweise auch organisiert agierten. Im April 2018 wurde ein Syrer in flagranti am Bahnhof in Schlanders verhaftet, der zwei Migranten nach Deutschland bringen wollte. Im Mai wurde ein Iraner aufgehalten, der nach Mitteleruopa mit vier weiteren Personen unterwegs war. Dasselbe gelang den Carabinieri von Sterzing im September, die ebenfalls einen Iraner aufhielten, in dessen Wagen sich vier Landsmänner befanden.

Bei der Operation „Schlepper“, die die Carabinieri von Bozen heute durchgeführt haben, handelt es sich demnach um Teil einer größeren Strategie, um dem Phänomen der illegalen Einwanderung Herr zu werden. Der Ermittlungsrichter, der die Untersuchungshaft für den 33-Jährigen bestätigte, sprach von einer „keineswegs nur gelegentlichen, sondern von einer durchaus organisierten und unablässigen Aktivität“, von der er sich offensichtlich ökonomische Vorteile versprach.

Der 33-Jährige soll demnach in mehreren Fällen grenzüberschreitende Fahrten für mehrere Migranten nach Österreich und Deutschland organisiert und vorangetrieben haben, um daraus Profit zu schöpfen. Transportiert wurden die Betroffenen in Zügen, Autos oder Bussen. Pro Person soll der Mann zwischen 100 und 250 Euro kassiert haben.

Drei spezielle Fälle sind ins Visier der Ordnungshüter geraten. Der Ermittlungen begannen Ende 2017, als die Bozner Staatsanwaltschaft einer Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft von Innsbruck zustimmte, die selbst wiederum eine Untersuchung gegen mehrere Afrikaner in die Wege geleitet hatte. Die Betroffenen waren der „Vermittlung von illegalen Einreisen“ nach Österreich verdächtigt worden.

Das Landeskriminalamt von Tirol hat – parallel zu den Carabinieri in Bozen – ebenfalls die Ermittlungen aufgenommen. Die Carabinieri führten Überwachungen durch, mehrere Verdächtige wurden beschattet und abgehört.

Im Juni 2018 sicherten die Carabinieri Beweise, die belegen sollen, dass der 33-Jährige die Fahrt einer nigerianischen Frau von Österreich nach Deutschland organisiert hat. Gegen Bezahlung soll der Mann die Reise geplant haben, indem er auf ein Netz an Kontakten zurückgriff. Außerdem soll er der Frau Tipps mit auf den Weg gegeben haben, wie sie sich im Fall einer Kontrolle vonseiten der Ordnungskräfte verhalten sollte.

Im Juli hat der Verdächtigte hingegen die Einreise eines Nigerianers nach Österreich organisiert. Von Innsbruck hätte der Mann über weitere Kontaktpersonen dann weiter nach Deutschland gebracht werden sollen. Im Rahmen der Beschattungsaktionen behielten die Carabinieri sämtliche Phasen der Reise im Auge – vom Zugbahnhof in Bozen bis hin zur Grenze nach Österreich im Vinschgau.

In diesem Fall hatte der mutmaßliche Schlepper die Fahrt mittels Zug und Bus geplant – und auch persönlich überwacht. Am Zugbahnhof in Mals sollte der Nigerianer aus dem Zug aussteigen und auf einen Bus wechseln. Erst als sich der Migrant tatsächlich im Bus befand, sah der 33-Jährige seine „Unterstützung“ als beendet an. Doch die Tiroler Polizei von Landeck, die von den Carabinieri verständigt wurde, ließ den Bus später anhalten und identifizierte den Mann.

Die Ermittlungen, die am heutigen Samstag durchgeführt wurden, führten hingegen zur Festnahme des 33-Jährigen. Der Ermittlungsrichter hat unterdessen die Schwere der Beweislast bereits bestätigt. Allem Anschein nach dürfte der 33-Jährige von seiner Aktivität als Schlepper seinen Lebensunterhalt bestritten haben, da er sonst keiner fixen Arbeit nachging. Die U-Haft wurde auch deshalb bestätigt, weil der Richter von der Gefahr der Tatwiederholung ausging.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Vinschgau, Wipptal

Kommentare

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14 Kommentare auf "Operation „Schlepper“"


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Cartman
Cartman
Grünschnabel
1 Monat 19 Tage

Er kommt eh balb wieder Frei….Kuscheljustiz🤮 aber wehe du rauchst Kraut oder fährst mal zu schnell👨‍⚖👩‍⚖

lalala
lalala
Grünschnabel
1 Monat 19 Tage

Halt die klappe eric 😃

Cartman
Cartman
Grünschnabel
1 Monat 19 Tage

@lalala 🤣🤣🤣🤣 Ich geh nach Hause…Käsebällchen 💪💪

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
1 Monat 19 Tage

Lebenslang in Nigeria ins Gefängniss

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

steinbruch bis ans ende .
der soll für den unterhalt seiner schandtaten aufkommen

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Traktor – Steinbruch ist out, sinnvoll wäre wenn man Verbrecher zu sinnvoller Zwangsarbeit verdonnern würde – z. B. in einer Mülltrennungsanlage. Nur einsperren kostet (ca. 8.000 € pro Häftling und Monat) dem Steuerzahler Unsummen

Missx
Missx
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Bin schon neugierig wie die Linken jetzt auf das Wort “illegal” in Verbindung mit “Mensch” reagieren. Und wie die Rechten schäumen werden, darauf freue ich mich auch.

m69
m69
Kinig
1 Monat 19 Tage

Ja, habe diesbezüglich ein Post gestellt, schauen ob diese Herrschaften einmal antworten!

Blaba
Blaba
Tratscher
1 Monat 19 Tage

Europa oder va mir aus die gonze Welt soll endlich mear und nou mear Druck mochn af die afrikanischen Länder, damit nimmer sovl Leit va zem weck gean- sel isch es oanzige, wos wirklich hilft: a gscheide Familienplanung, bessere Perspektiven für junge Leit in oagenen Lond, weaniger Korruption und mear Aufklärung über die realen Zustände in Europa…
Grod Nigeria hätt Potential, wenn nit lai de poor Reichn olls in oagenen Sock steckn tatn…

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Blaba – wenn in diesen Staaten die Korruption in den Griff zu bekommen wäre, könnten die uns mit ihren Bodenschätzen, dem guten Klima usw. finanziell auslachen und wir würden aus Europa fliehen

m69
m69
Kinig
1 Monat 19 Tage

Wir möchte einmal wie ich erleben, das sich ein Tabernakel, ein Ivo, eine Gapra und Konsorten diese illegale Taten verurteilen!

Immer nur auf einheimische mit dem Finger zeigen, wenn diese etwas sagen oder eine Tat begehen, schon komisch!

Tottele
Tottele
Superredner
1 Monat 19 Tage

Solche Schlepper gibt es sicher noch viele ma piano piano quasi tutti i nodi vengono al pettine !!

zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

Schlepperei ist lediglich eine zusätzliche Einnahmequelle zu den üppigen Sozialhilfegeldern.

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Gestern abend im ZDF – Schlepperei ist ein Milliardengeschäft, Verbrecherorganisationen, hauptsächlich auf dem Balkan und in Afrika werden jedoch von den Staaten unterstützt und Politiker verdienen mit am grossen Kuchen. Die Folgen (Kosten in Milliardenhöhe) dürfen dann die Steuerzahler ausbaden

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