Es gab einen Fehler im Informationsfluss

Radunfall im Trafoital: Bergrettung um 9.53 Uhr alarmiert

Montag, 08. Oktober 2018 | 18:00 Uhr

Trafoi – Am Freitag ist – wie berichtet – ein 30-jähriger Mountainbiker aus Deutschland im Trafoital rund 20 Meter abgestürzt. Er war auf dem Weg Nummer 20 vom Stilfser Joch in Richtung Furkelhütte unterwegs, als er über sein Bergrad die Kontrolle verlor und im felsdurchsetzten Gelände abstürzte.

Die Bergrettung Trafoi flog mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 1 zur Unfallstelle. Notarzt und Flugretter verarzteten den Patienten und bargen ihn mit seinem Seilwindenmanöver. Eine erste Diagnose lautete auf Polytrauma und Oberschenkelbruch. Der Patient wurde ins Krankenhaus von Meran gebracht, während die Bergrettung noch das Mountainbike ins Tal transportierte.

Fehler im Informationsfluss

Zunächst hieß es vonseiten der Bergrettung Trafoi, dass der Unfall am Nachmittag geschehen sei. Nach einer Rücksprache wurde diese Angabe korrigiert. Die Bergrettung wurde um 9.53 Uhr alarmiert. Zwischen Leitstelle und den freiwilligen Bergrettern vor Ort habe es einen Fehler im Informationsfluss gegeben.

Auf dem Wanderweg Nr. 20 ist das Fahren mit dem Mountainbike untertags (zwischen 9.00 und 16.00 Uhr) nicht gestattet. Eine Verordnung des Bürgermeisters aus dem Jahr 2012 fordert Biker auf, den Traileinstieg auf dem Stilfserjoch vor 9.00 Uhr zu passieren – noch bevor die Wanderer, die meist mit dem ersten Linienbus gegen 9.15 Uhr aufs Stilfserjoch ankommen, den Goldsee-Weg in Richtung Trafoi begehen.

Unabhängig von diesem Unfall halten sich Radfahrer allerdings nicht immer an diese zeitlichen Vorgaben. Außerdem verursachen Radfahren auch Schäden am Weg, wie Wanderer klagen.

Von: luk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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8 Kommentare auf "Radunfall im Trafoital: Bergrettung um 9.53 Uhr alarmiert"


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lnykoxvk
lnykoxvk
Neuling
12 Tage 6 h

Warum sollen Radfahrer generell ein Problem sein? Wanderer die glauben, ihnen gehören die Berge, haben den Schuss wohl auch nicht gehört?!
Ich bin viel unterwegs, mit dem Bike und auch zu Fuß. Ein unfreundlicher Radfahrer ist mir erst 1 untergekommen, unsympathische Wanderer jedoch mehrere.
Der GROßTEIL der Wanderer hat aber, meinen Erfahrungen nach, kein Problem mit Radfahren.
Ist doch Platz genug für alle. Denen die sich immer über Beschädigung der Wege usw. aufregen, sei gesagt, dass die Erosion weit größere Beschädigungen verursacht, als Mountainbiker es tun.
Ride on!

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
11 Tage 17 h

bravo diese ausgeglichene Meinung, schließe mich gerne an.

TF1
TF1
Tratscher
12 Tage 3 h

Radfahrer machen die Wanderwege kaputt???
Würde eher sagen die Bagger die die Wanderwege plattwalzen finanziert mit Eu Geldern sind das Problem! 

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
11 Tage 17 h

meiner Meinung und Wahrnehmung nach sind AVS , Naturschutzbeauftragte u ä nach wie vor mit Pickel und Schaufel unterwegs, und das ist mM gut so.😊

nightrider
nightrider
Superredner
11 Tage 16 h

@Kurt
Wenn ich eine aktuelle Wanderkarte mit einer vor 30 Jahren vergleiche dann getraue ich mich zu behaupten dass 50% der Wanderwege zugunsten einer totlangweiligen Forststraße weggebaggert worden sind.

efeu
efeu
Tratscher
12 Tage 6 h

es ist generell auf Wanderwege konn man nimmer gemütlich wandern teilweise auf schmale Wege ist es für Wanderer gefährlich

Norgg
Norgg
Grünschnabel
12 Tage 2 h

Radlfohrer hobm nix zu suachn af setta weg obr so long di bikeguides do geld mochn kennan ändert sich gor nichts

niamend
niamend
Grünschnabel
11 Tage 18 h

bin den trail a schun gfohren (vor 9 uhr) ober wonderer hon i kuane gsechen. wen man respecktvoll mitanond umgeat homer af olle weg a gemeisom plotz

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