Szene vor der von einer Explosion verwüsteten Bar

Rund 40 Tote nach Feuer bei Schweizer Silvesterparty

Donnerstag, 01. Januar 2026 | 18:06 Uhr

Von: APA/AFP/dpa/sda/Reuters

Bei dem Feuer in einer Bar im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana sind nach offiziellen Angaben ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Darunter sollen auch Ausländer sein. Österreicherinnen oder Österreicher waren nach derzeitigem Stand nicht unter den Opfern, hieß es am Donnerstag auf APA-Anfrage aus dem Außenministerium in Wien.

Das Feuer war in der Nacht gegen 1.30 Uhr in der Bar “Le Constellation” ausgebrochen. Dort hatten Hunderte Menschen Silvester gefeiert. Die Ursache für den Brand ist unklar. “Es gibt mehrere Hypothesen”, sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis. Eine Möglichkeit sei, “dass der gesamte Raum Feuer gefasst hat, und dass das zu einer Explosion geführt hat”.

Augenzeuginnen hatten dem französischen Sender BFMTV gesagt, das Feuer sei durch Kerzen ausgelöst worden, durch die die Decke Feuer gefangen habe. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, spekulierte über einen Feuerwerkskörper. “Das Drama ist erst ein paar Stunden her und ich kann nichts bestätigen. Die Untersuchung läuft”, sagte Pilloud.

“Viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte”

Die Identität der Toten und Verletzten ist noch unklar. “Die Identifizierung der Körper, auch der Verletzten, kann leider noch etwas Zeit brauchen. Wir haben vollstes Vertrauen in die Teams, die sich um die Identifizierung kümmern”, sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. “Wir haben viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte.”

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin besuchte am Neujahrstag den Unglücksort. “Es handelt sich um eine der schlimmsten Tragödien, die es in der Geschichte dieses Landes gab. Wir sind bestürzt”, sagte er. Er kündigte an, dass das Unglück aufgearbeitet werde. “Es wird Untersuchungen geben, damit wir herausfinden, wie es zu diesem Drama kommen konnte. Wir sind es den Opfern schuldig, dass wir die Ursachen herausfinden.”

“Dieser Abend sollte eigentlich ein Fest sein, doch er wurde zu einem Alptraum”, sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sprach der Schweiz “im Namen der österreichischen Bundesregierung und auch persönlich” sein tief empfundenes Beileid aus.

Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.

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