Von: idr
Meran – Kurz vor dem Jahreswechsel hat die Staatspolizei in Meran einen international gesuchten Mann festgenommen. Bei dem Verhafteten handelt es sich um einen 44-jährigen russischen Staatsbürger, der in Italien wohnhaft ist und von den Behörden in Kirgisistan mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurde.
Wie die Polizei mitteilt, erfolgte die Festnahme in der Silvesternacht. Beamte der Antikriminalitätsabteilung des Polizeikommissariats Meran konnten den Mann gemeinsam mit einer Streife des territorialen Kontrolldienstes in einem bekannten Hotel der Stadt ausfindig machen und identifizieren. Der Verdächtige hielt sich zum Zeitpunkt der Festnahme in einer gehobenen Unterkunft auf.
Dem Mann wird vorgeworfen, in Kirgisistan einen schweren Betrug begangen zu haben. Laut den dortigen Ermittlungsbehörden soll er einer Firma mit Sitz in dem zentralasiatischen Staat einen Schaden von mehr als einer Million US-Dollar zugefügt haben. Aufgrund dieser Vorwürfe hatten die kirgisischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erlassen.
Die Ergreifung des Gesuchten ist das Ergebnis gezielter Ermittlungsarbeit der Meraner Polizei. Nachdem Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mannes eingegangen waren, konnten die Beamten ihn lokalisieren und ohne Zwischenfälle festnehmen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 44-Jährige in das Gefängnis von Bozen überstellt. Er steht nun der Berufungsgerichtsbarkeit von Trient, Außenstelle Bozen, zur Verfügung. Dort werden in den kommenden Tagen die weiteren rechtlichen Schritte eingeleitet, insbesondere im Hinblick auf das internationale Rechtshilfeverfahren und mögliche Auslieferungsmodalitäten mit dem Staat Kirgisistan.
Die Polizei betont, dass die Festnahme erneut die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden unterstreicht. Auch Personen, die sich über Ländergrenzen hinweg bewegen, könnten sich der Justiz nicht dauerhaft entziehen.




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