Er galt als erfahrender Alpinist

Sand in Taufers: Bestürzung nach Tod von Simon Forer [32]

Sonntag, 05. Februar 2023 | 10:15 Uhr

Sand in Taufers – Trauer und Bestürzung in Sand in Taufers und darüber hinaus sind nach dem Lawinentod des 32-jährigen Simon Forer groß.

Der junge Mann war am Freitag am Speikboden außerhalb der Piste von den Schneemassen verschüttet worden. Nach seiner Bergung wurde er schwer unterkühlt und mit diversen Verletzungen ins Brunecker Krankenhaus gebracht. Die Ärzte verloren aber den Kampf um sein Leben.

Forer war am späten Nachmittag zum Speikbodenspitz aufgestiegen. Das Unglück ereignete sich dann bei der Abfahrt in Richtung Seenockpiste. In einer Rinne löste sich eine Lawine und riss den 32-Jährigen mit. Da der Mann alleine am Berg unterwegs war, wurde der Unfall zunächst nicht bemerkt. Angehörige schlugen am Abend Alarm.

Daraufhin machten sich Bergrettung, Feuerwehren und Hundestaffeln auf die Suche. Gegen 22.00 Uhr konnte Simon Forer geortet und geborgen werden. Er war für rund sechs Stunden unter 1,5 Metern Schnee verschüttet. Zunächst konnte der Mann wiederbelebt werden. Gegen Mitternacht erlag er dann jedoch im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Forer galt als erfahrener Berggänger und begeisterter Sportler. Er war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr von Mühlen und auch im AVS aktiv. Der 32-Jährige arbeitete für die Firma “Euroform”

In Südtirols Norden herrscht laut dem Lawinenlagebericht derzeit große Lawinengefahr, besonders oberhalb der Waldgrenze.

Zweites Lawinenopfer

Am Samstag hat es auch ein zweites Lawinenopfer gegeben: Eine 31-jährige Frau aus Deutschland ist im Fanes-Gebiet unter einer Lawine gestorben. Wegen des starken Schneefalls in den vergangenen Tagen ist bei Touren im Norden des Landes im freien Gelände weiter äußerste Vorsicht geboten. Entlang des Alpenhauptkammes gilt zum Teil große Lawinengefahr.

Von: luk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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7 Kommentare auf "Sand in Taufers: Bestürzung nach Tod von Simon Forer [32]"


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Woltale
Woltale
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

BItte spart Euch die komischen Kommentare was er nicht hätte machen sollen. Ich glaube, dass jeder oder zumindest viele des öfteren an seine Grenzen gegangen ist, aber solange alles gut geht wird dies schnell vergessen, also bitte Leute. Mein aufrichtiges Beilleid an den Hinterbliebeben

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 17 Tage

Woltale, da ist Hopf und Malz verloren und das stimmt jeder von uns hat Grenzen überschritten. Wissen wir immer was unsere Kinder tun, glaube nein. Bei einem solchem Elend braucht es keine Vorwürfe sondern Pietät und Respekt den Angehörigen gegenüber.

jack
jack
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

jedo isch fir sei lebm verontwortlich.
obo wenn dus ausafordersch musch damit rechnen das es irgendwann schief geht

Gepetto76
Gepetto76
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Es isch tragisch keine Frage …Viel Koft den Hinterbliebenen.
Aber dei Moralapostel ändern die Situation a net.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 17 Tage

Man muss aber dann auch nicht unbedingt Verständnis dafür zeigen. Oder?

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

Die Moralapostel ändern die Situation nicht, nein. Aber mit beschämten Schweigen ist auch niemanden geholfen. Es ist wohl an der Zeit, dass man darüber diskutiert, wie solche Tragödien vermieden werden können und wie man mit der Gefahr am Berg umgeht. Der tragische Tod eines solch jungen Menschen könnte dafür zum Anlass genommen werden. Braucht es bessere Aufklärung? brauchen wir sogar Verbote und Strafen wie im Straßenverkehr oder überlassen wir alles der Eigenverantwortung? Diese Themen müssen angesprochen werden, es kann nicht sein, dass bei jedem Neuschnee Todesopfer zu beklagen sind.

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