Von: luk
Bozen – Mit der Eröffnung des Bozner Weihnachtsmarktes ging eine groß angelegte Sicherheitsaktion der Polizei einher. Der Quästor der Provinz Bozen, Giuseppe Ferrari, ließ – wie angekündigt – ein verstärktes Kontrollnetz in der ganzen Stadt aufziehen. Daran beteiligt waren Polizei, Carabinieri, Finanzpolizei, Stadtpolizei und das Militär. Kontrolliert wurden besonders sensible Bereiche wie der Obstmarkt, der Domplatz, der Kapuzinerpark, die Wolkensteingasse sowie mehrere Plätze und Parks im Stadtzentrum.
600 Personen überprüft
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte mehr als 600 Personen. Drei ausländische Staatsbürger wurden angezeigt, weil sie bestehende Aufenthaltsverbote ignoriert hatten. Zudem ergingen zehn neue polizeiliche Aufenthaltsverbote für Bozen.
Bei der Bekämpfung von Diebstahldelikten wurden zwei junge Italienerinnen nach einem Ladendiebstahl im Einkaufszentrum Twenty angezeigt. Zwei Tunesier müssen sich wegen einer räuberischen Erpressung in einem Obst- und Gemüseladen verantworten. Ein weiterer Tunesier wurde bei der Loretobrücke mit gestohlenen Spirituosen erwischt – ihn erwartet ein Verfahren wegen Hehlerei.
Die Polizei zeigte außerdem drei weitere ausländische Staatsbürger wegen Missachtung von Aufenthaltsverboten an.
Unterschlupf auf fremden Eigentum
Am Freitagmorgen stellten Exekutivbeamte zwei Männer nordafrikanischer Herkunft, die auf einem Privatgrundstück in der Untervirglstraße kampierten. Als sie der Eigentümer ertappte, gingen sie beim Fluchtversuch auf ihn los. Einer der beiden war irregulär in Italien und wurde nach der Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Bedrohung von Quästor Ferrari ausgewiesen und in ein Abschiebezentrum gebracht.
Am Abend wurden zwei Asylwerber aus Marokko festgenommen, nachdem sie einen Garageigentümer und dessen Sohn bedroht hatten. Die beiden hatten sich unbefugt in der Garage eingerichtet und wurden von den sofort eingreifenden Streifen gestoppt.
Schlägerei vom Zaun gebrochen
In der Nacht auf Samstag zeigte die Polizei außerdem einen Peruaner und einen Kolumbianer an. Die beiden, offenbar alkoholisiert, verweigerten ihre Personalien und leisteten Widerstand, nachdem sie am Obstmarkt eine Schlägerei vom Zaun gebrochen hatten.
Die Quästur bewertet die Einsätze als deutlichen Erfolg: Die verstärkten Kontrollen hätten wirksam zur Prävention und zur raschen Ahndung von Delikten beigetragen.




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