Gutachten zur Höhe der Dosis im sichergestellten Glas ausständig

Suche nach zweitem Hipp-Glas im Burgenland dauert an

Donnerstag, 23. April 2026 | 12:23 Uhr

Von: apa

Die Suche nach dem zweiten Hipp-Glas, das mutmaßlich mit Rattengift manipuliert wurde, läuft im Burgenland weiter auf Hochtouren. Die Polizei setze ihre Maßnahmen der vergangenen Tage fort und hoffe, das Glas noch zu finden, betonte ein Polizeisprecher am Donnerstag gegenüber der APA. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt wartet unterdessen auf ein ergänzendes Gutachten, das klären soll, wie hoch die Dosis an Rattengift im ersten sichergestellten Glas war.

Die nähere toxikologische Untersuchung der Babynahrung soll Aufschluss darüber geben, welche Folgen ein Verzehr gehabt hätte und ob dieser tödlich gewesen wäre. Ein Ergebnis lag am Donnerstag noch nicht vor, könnte laut einer Sprecherin aber bis Ende der Woche eintreffen. Klar ist nach einer ersten Untersuchung bereits, dass Rattengift enthalten war.

Zweites Glas bisher nicht aufgetaucht

Das Glas war in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und am Samstag in Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sichergestellt worden. Das zweite gesuchte Glas stammt aus derselben Filiale. Obwohl Polizisten zuletzt gezielt Familien mit Kleinkindern aus der Umgebung ansprachen, ist es bisher nicht aufgetaucht. Zuvor wurden bereits alle burgenländischen Spitäler, Alters- und Pflegeeinrichtungen sowie Kindergärten und -krippen kontaktiert. Auch die ungarischen Behörden sind informiert, falls das Glas von Personen aus dem Grenzgebiet gekauft wurde.

Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall weiter wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden bisher insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf Samstag öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp “Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel” 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.

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