"Wir verständigen uns mit Händen und Füßen"

Südtiroler helfen Flüchtlingen

Sonntag, 27. März 2022 | 09:04 Uhr

Montan – „Als ich die Bilder vom Krieg in der Ukraine gesehen habe, hat mich das sehr berührt. Ich habe mich in der Gemeinde gemeldet und angeboten, eine Familie aufzunehmen“, erzählt Alfred Monsorno aus Montan im Unterland, der vor kurzem drei Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine ein Dach über dem Kopf gegeben hat.

Die Mutter eines 13-jährigen Sohnes sowie deren Schwiegermutter waren aus der Ukraine über Rumänien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien bis nach Berlin geflüchtet; mit ihrem letzten Geld finanzierten sie sich die Reise nach Bozen, um am 17. März schließlich vor der Tür des hilfsbereiten Montaners zu stehen.

Dieser nahm die Familie herzlich auf, selbst wenn er bloß ein paar Worte Englisch sprechen kann. „Die beiden Frauen sprechen Ukrainisch, der Bub kann etwas Englisch. Ich selbst kann nur ein paar Worte Englisch. Aber wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Wo ein Wille ist, das ist auch ein Weg!“, so Monsorno.

Der Montaner betont die Notwendigkeit der Hilfsbereitschaft und merkt an, dass die Familie so lange bei ihm bleiben könne, wie sie wolle – selbst wenn ihm nicht entgangen sei, dass die drei Kriegsflüchtlinge sich danach sehnen, so schnell wie möglich in eine friedliche Ukraine zurückkehren zu können.

Mehr dazu lest ihr in der Sonntagszeitung “Zett”!

Von: lup

Bezirk: Überetsch/Unterland

Kommentare
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Sag mal
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Kinig
2 Monate 13 h

warum fällt es so leicht Fremden zu helfen während den Eigenen Mitmenschen nichts gegönnt Wird?

Kingu
Kingu
Superredner
2 Monate 11 h

Naja, Demografie und Geschlecht der Ankommenden ist halt eine Andere und die meisten Mittel und Obdachlosen in Südtirol sind Männer. Jedoch nimmt halt jeder gerne eine Mutter und ihr Kind auf, aber sicher keinen Mann, ist halt die unverblümte Wahrheit.

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Tratscher
2 Monate 10 h
@Sag mal: will hier nicht ein Schicksal gegen ein anderes ausspielen. Richtig ist, dass die Hilfe an Einheimische zielgerichteter und letztlich auch besser sein sollte. Wer in Not ist soll ausreichen zum Essen, Kleidung, Güter des täglichen Bedarfs und eine Unterkunft haben. Dazu auch eine Unterstützung, um wieder aus eigenen Kräften sich selbst versorgen zu können. Das klappt weitgehend, bedarf aber noch einer Verbesserung. Einheimische haben grundsätzlich ein Anrecht darauf, die Sozialdienste sind dafür zuständig (leider oft zu schwerfällig, bürokratisch und unflexibel). Trotzdem glaube ich nicht, dass Einheimische obdachlos bleiben müssen und hungern. Flüchtlinge aus der Ukraine kommen mit einer… Weiterlesen »
WM
WM
Universalgelehrter
2 Monate 9 h

Ich habe auch eine Familie aufgenommen!! Es ist so das in Südtirol keiner am Bomben und Raketen sterben muss oder verhungert…. Deswegen helfe ich gerne!!!

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 9 h

Es wird nicht allen Fremden geholfen und nicht auf gleicher Weise!
Was macht den Unterschied?

Cheesecake
Cheesecake
Grünschnabel
2 Monate 8 h

So leicht wie es dir fällt in Anbetracht dieser schrecklichen Umstände so einen Stumpfsinn zu schreiben! Wünsch dich einen Tag dorthin wo diese Menschen herkommen!

Selbstbewertung
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Tratscher
2 Monate 6 h

@WM: super, sollten mehrere machen. Habe seit Montag auch jemand in unsere Familie aufgenommen, während der Bruder und Vater gerade Kiew verteidigen und ihr Mann weiter südlich
im Einsatz ist. Nur gute Erfahrung. Wenig Hilfe habe ich leider von den öffentlichen Ämtern erfahren weiß nicht wie es bei dir ist. Ohne private Initiativen geht nichts. Hatte die gleiche Erfahrung als wir einem Flüchtling in Zeiten des Bürgerkrieges (immer noch) aus der Elfenbeinküste geholfen hatten. Jetzt ist er gut integriert und arbeitet. Leider auch nur über Privatinitiativen….

WM
WM
Universalgelehrter
2 Monate 6 h

@Selbstbewertung Stimmt die Gemeinde die am anfang gesagt hatte sie hilft mit Essen und Kleidern hat jetzt einen Kommisär(Kastelruth) und niemand ist mehr zuständig!!!trotzdem kommt viel hilfe von privater seite

Hexe40
Hexe40
Grünschnabel
1 Monat 29 Tage

@Blitz: es ist traurig zu lesen, wie kleinkariert und ohne Mitgefühl manche Menschen sind. Was wäre, wenn du Hilfe benötigst und alle anderen so denken wie du? Es ist gar nicht so lange her, als halb Südtirol vertrieben wurde. Vermutlich gibt es auch ein deiner Verwandtschaft jemanden, der damals ausgewandert ist und irgendwo Unterstützung bekommen hat.

Sag mal
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Kinig
1 Monat 29 Tage

@WM Anderen gehts schlechter also brauch ich Dir nicht zu helfen.Sogar schon in Öffentlicher Institution sagen gehört .

Sag mal
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Kinig
2 Monate 13 h

bedanke mich für das Samstag 12Uhr Sirene ausschalten!

Sag mal
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Kinig
2 Monate 3 h

@Calimero ein gutes Beispiel wie schnell Ihr Euch darüber freut wenn Einem Was stört.

Staenkerer
2 Monate 9 h

bei ollem leid und ollen mitgefühl, ober es gleiche honn i im johr 2015 a gsechn und empfunden, und johre davor ban balkankrieg, ober leider honn i a gsechn wos draus gwortn isch und wie es ollm no “gedonkt” werd!
deswegn hilf i lei mehr einheimische de i kenn und de oft genua hilfe nötiger hattn wie ondre!

Selbstbewertung
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Tratscher
2 Monate 6 h

@Staenkerer: Verallgemeinerungen sind stets problematisch. Man kann auch nicht alle von 2015 in einen Topf werfen. Jeder Mensch hat das Recht als Individuum gesehen zu werden ohne kollektive Haftung für das Fehlverhalten einiger. Das ist das Eimaleins eines friedlichen und vorurteilslosen Zusammenlebens. Auch nicht alle SüdtirolerInnen sind angenehme ZeitgenossInnen. Trotzdem gibt es viele ganz tolle. Es tut gut, einige hier in diesem Forum zu lesen!

Sag mal
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Kinig
2 Monate 3 h

Staenkerer einerseits ists die Neugier auf das Neue und damit kann Sich Mancher Auf die Schulter klopfen .

king76
king76
Tratscher
1 Monat 29 Tage

Steankerer… zum teil wersch recht hoben…. Ober do kemmen foscht lei Frauen und Kinder, net wie in ondere kriegsgebiete, wo die manner obhauen und die frauen zruglossen

nikname
nikname
Universalgelehrter
2 Monate 10 h

Respekt!

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