Grünes Licht für Projekt

Südtiroler Sanitätsbetrieb setzt auf „Corona-Hunde“

Donnerstag, 03. Dezember 2020 | 11:16 Uhr

Bozen – Die Entscheidung ist gefallen: Im Kampf gegen das Coronavirus setzt der Sanitätsbetrieb auf Spürhunde. Einem Bericht der Tageszeitung Alto Adige zufolge wurde ein experimentelles Projekt gutgeheißen.

Seit Ende September sind am Flughafen von Helsinki „Corona-Hunde“ im Einsatz. Wir haben berichtet.

Die Hunde, die bereits dazu ausgebildet wurden, Krankheiten wie Krebs zu erkennen, sind imstande, aus dem Geruch des Schweißes der Reisenden eine Ansteckung mit dem Coronavirus „herauszuschnüffeln“. Auch in Südtirol sollen demnächst speziell ausgebildete Hunde beim Aufspüren von Corona-Infizierten eingesetzt werden.

In Südtirol wurde das Projekt der Gesellschaft „Molecular Dog Italy“ aus Terlan anvertraut. 150.000 Euro stehen zur Verfügung. Die „Corona-Hunde“ sollen vor allem bei Eingängen von Krankenhäusern sowie an Bushaltestellen und Zugstationen zum Einsatz kommen.

Experten aus Finnland, Frankreich und Deutschland zufolge können speziell trainierte Spürhunde das Coronavirus in 98 bis zu 100 Prozent der Fälle riechen, und zwar noch bevor bei den Menschen Symptome auftreten.

Im Rahmen des Südtiroler Projektes sollen solche Spürhunde nun eigens ausgebildet werden. Ziel ist es, weiter asymptomatisch Infizierte herauszufischen und zu isolieren. Südtirols Krankenhäuser und die Intensivstationen sind nach wie vor einer starken Belastung ausgesetzt, die es zu reduzieren gilt.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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