Lawinengefahr im Siedlungsbereich

Südtiroler und Schweizer Experten tauschen sich über Lawinen aus

Dienstag, 13. September 2016 | 12:30 Uhr

Bozen – Zu den Aufgaben der seit Beginn dieses Jahres aktiven Agentur für Bevölkerungsschutz zählt der Schutz der Bevölkerung vor Naturereignissen. Schutzkonzepte sind nur möglich, wenn die Entstehung von Naturgefahren und ihre Auswirkungen im Gelände bekannt sind. “Die Bevölkerung”, unterstreicht der zuständige Landesrat Arnold Schuler, “wird am wirkungsvollsten vor Naturgefahren geschützt, wenn den Gefahren durch eine sinnvolle Raumplanung ausgewichen wird; falls dies nicht möglich ist, werden bauliche Schutzmaßnahmen eingesetzt”.

Bei einer internen Weiterbildung für die Agentur für Bevölkerungsschutz trafen sich Lawinenpraktiker und Forscher aus der Schweiz und Südtirol zu einem Erfahrungsaustausch. Ziel  dieses Workshops war die Bewertung der Lawinengefahr im raumrelevanten Siedlungsbereich. Dabei wurde die Lawinenproblematik an praktischen Beispielen besprochen,  Verbauungsmöglichkeiten und Grenzen der Berechnungen wurden aufgezeigt. Diskutiert wurden unterstützende Lawinensimulationsmodelle sowie praktische Beispiele und die Anwendung der Lawinensimulationssoftware Ramms (Rapid Mass Movement Simulation).

Am ersten Tag, berichtet Christoph Oberschmied von der Dienststelle für Lawinen, referierten international anerkannte Lawinenexperten aus der Schweiz, unter anderem über die Anwendung des für die Lawinengefahrenzonenplanung unterstützenden Rechenmodells “Ramms Lawine” oder über praktische  Lösungen mit der Anwendung des Lawinenmodells Ramms im Schweizer Kanton Wallis. Von Südtiroler Seite wurden der in Ausarbeitung befindliche Gefahrenzonenplan der Gemeinde Sarntal in der Fraktion Pens beim Weiler Asten sowie der Lawinenzug der Pichlereschbaumlawine in Weißenbach vorgestellt.

Die Exkursion am darauffolgenden Tag führte nach Weißenbach und Asten, wo die Ausweisung der Roten und Blauen Zone im Lawinengefahrenzonenplan anschaulich erklärt wurde.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Südtiroler und Schweizer Experten tauschen sich über Lawinen aus"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Mikeman
Tratscher
16 Tage 22 h

ach so,schon wieder Ex-perten am Werk
dass denen eigentlich beinahe kein Mensch mehr zu horcht ist ihnen anscheinend gar nicht bewusst 😀
wär interressant zu wissen ob da auch wieder öffentliche Gelder verblasen werden oder nicht ??

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