Beweissicherungsverfahren im Mai

Tod von Frühchen in Bozen: Ermittlungen gegen acht Personen dauern an

Samstag, 18. April 2026 | 10:34 Uhr

Von: luk

Bozen – Nach dem Tod von zwei Frühgeborenen im Krankenhaus Bozen laufen die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren. Im Fokus stehen derzeit acht Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Nun hat der Richter für die Vorerhebungen dem Antrag der Verteidigung stattgegeben, ein Beweissicherungsverfahren durchzuführen. Ziel dieses Verfahrens ist es, die genauen Umstände und Ursachen zu klären, die zum Tod der beiden Neugeborenen geführt haben. Eine entsprechende Anhörung wurde für Anfang Mai angesetzt, berichtet die Zeitung Alto Adige.

Die beiden Frühchen waren im August des vergangenen Jahres auf der Abteilung für Neonatologie und Neugeborenenintensiv des Krankenhauses gestorben. Auslöser war eine bakterielle Infektion.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hatte der Sanitätsbetrieb unmittelbar reagiert: Die Intensivstation für Frühgeborene wurde vorübergehend geschlossen und die betroffenen Babys in die ehemalige Erwachsenen-Intensivstation verlegt.

Die Ermittlungen sollen nun klären, ob und in welchem Ausmaß Versäumnisse oder Fehler im Umgang mit der Infektion zum Tod der Kinder beigetragen haben.

Bezirk: Bozen

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