Deutsche Influencerin erlag nach 19 Tagen ihren Verletzungen

Tödlicher Unfall am Sellajoch: Ermittlungen gegen Ex-Skirennläufer Peter Runggaldier

Donnerstag, 06. August 2026 | 10:37 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen/Sellajoch – Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Sellajoch Ende Juni ermittelt die Staatsanwaltschaft Trient gegen den ehemaligen Grödner Skirennläufer Peter Runggaldier. Der 57-Jährige steht wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Straßenverkehr im Zusammenhang mit dem Tod einer 30-jährigen deutschen Rennradfahrerin im Fokus der Ermittlungen.

Die junge Frau aus Bayern war am 23. Juni während ihrer Hochzeitsreise mit ihrem Ehemann und zwei Freunden auf Rennrädern in Richtung Canazei unterwegs. Sie fuhr an der Spitze der Gruppe, als es auf der Staatsstraße 242 in einer S-Kurve zur Kollision mit dem Motorrad Runggaldiers kam, der in entgegengesetzter Richtung bergauf unterwegs war. Nach ersten Erkenntnissen könnte die unübersichtliche Straßenführung die Sicht beider Beteiligten eingeschränkt haben. Die genaue Unfallursache soll nun ein gerichtlich bestellter Sachverständiger klären.

Die Radfahrerin erlitt bei dem Zusammenstoß schwerste Verletzungen und wurde zunächst ins Krankenhaus Bozen eingeliefert. Anfang Juli wurde sie zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik im deutschen Murnau verlegt, wo sie nach 19 Tagen ihren Verletzungen erlag.

Mit dem Tod der 30-Jährigen leitete die Staatsanwaltschaft ein formelles Ermittlungsverfahren ein. Zuvor war wegen schwerer Verletzung im Straßenverkehr gegen Unbekannt ermittelt worden. Die Eintragung Runggaldiers in das Ermittlungsregister gilt als üblicher Verfahrensschritt, um die Untersuchung fortzuführen und den Unfallhergang umfassend aufzuklären. Die Entscheidung über eine mögliche Anklage hängt von den Ergebnissen der technischen Gutachten ab.

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern

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