Jacopo Silvestri kam mit 25 Jahren ums Leben

Tödlicher Verkehrsunfall: Vater ruft nach Wahrheit

Sonntag, 08. November 2020 | 16:41 Uhr

Antholz – Am 10. April 2019 ist der 25-jährige Jacopo Silvestri aus Antholz bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn zwischen Bologna und Florenz ums Leben gekommen. Ein Jahr nach der Unfalltragödie sucht der Vater des Verunglückten noch immer nach Antworten. Wie die Tageszeitung Alto Adige berichtet, hat sich der Mann einen Anwalt genommen, damit im Rahmen eines Prozesses die Wahrheit ans Licht kommt.

Jacopo Silvestri, der in der Provinz Rom geboren war, befand sich auf dem Weg nach Florenz, um von dort nach Rom zu gelangen, als es zu dem Unfall kam. In Antholz lebte er mit seiner Mutter, die in Innichen ein Geschäft betreibt, während Vater Luigi in Rom Inhaber einer Werkstatt ist. Das Auto, mit dem der 25-Jährige unterwegs war, wurde bei dem Unfall völlig zerstört.

Während der junge Mann den Zusammenstoß mit einem Lkw nicht überlebt hat, blieb sein Hund Marley, der sich ebenfalls im Wagen befand, wie durch ein Wunder unverletzt.

Der Verkehrsunfall ereignete sich kurz nach 8.00 Uhr am Morgen vor einem langen Tunnel. Kurz zuvor hatte sich bereits ein erster Unfall ereignet, weshalb der Lkw, gegen den der 25-Jährige aufgeprallt war, stillstand. Der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle, die Einsatzkräfte konnten lediglich den Leichnam aus den Trümmern des Fahrzeugs bergen.

In einem sehr persönlichen Brief an ein seinen verstorbenen Sohn stellt sich der Vater des jungen Mannes mehrere Fragen, die ihn seit dem Unfall nicht mehr losgelassen haben. Demnach konnte festgestellt werden, dass der Sohn in seinem Pkw mit einer Geschwindigkeit 95 Stundenkilometern unterwegs war. Der Vater kannte seinen Sohn als vorsichtigen Fahrer. Dass er – etwa durch das Handy – abgelenkt war, schließt der Vater aus. Allerdings versteht er nicht, warum sein Sohn nicht das Tempo gedrosselt und erst im letzten Moment abgebremst hat – zumal es auf einer Autobahn üblich ist, die Fahrer auf einen vorhergehenden Unfall durch Signale oder durch Beschilderung aufmerksam zu machen.

Der Vater schließt nicht aus, dass der 25-Jährige möglicherweise einen Anfall an Übelkeit erlitten hat. Leider hat die Familie kurz nach dem Unfall in ihrer Trauer nicht darauf bestanden, dass eine Autopsie durchgeführt wird. Allerdings stellt sich der Vater auch die Frage, ob es durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen möglich gewesen wäre, zu verhindern, dass der Pkw seines Sohnes unter den Lkw schlitterte.

Der Vater bekräftigt in dem Brief, dass er sein Vertrauen in die Ermittler und in die Justiz setzt. Jacopo Silvestri, der erst ein Jahr zuvor sein Studium abgeschlossen hatte, interessierte sich für Sprachen und wollte Übersetzer werden.

Von: mk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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13 Kommentare auf "Tödlicher Verkehrsunfall: Vater ruft nach Wahrheit"


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Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
17 Tage 5 h

So leid es mir für den Vater tut, aber seine Vermutungen sind wohl leider haltlos.
Auffahrunfälle passieren öfters an Stauenden und diese kann eigentlich nur der hinten auffahrende verhindern.

Zugspitze947
17 Tage 4 h

NEINNNNNNNNNNN der letzte STEHENDE muss WARNEN =Warnblinker sind dazu DA !!!!!!!!!!!!! 🙁

Italo
Italo
Superredner
17 Tage 3 h

@Zugspitze947 Dei dei es P….. seit jo alls die letzigsten Autofohrer bekonnt,lei ban gscheidreden schlog enk koaner

Zugspitze947
16 Tage 7 h

Izalo: wenn diu den amol über 3 MILLIONEN km af dein Lenkradl hosch wia i,denn konsch reden ober von der Materia hosch null Ohnung 🙁

Missx
Missx
Kinig
13 Tage 15 h

@Zugspitze
DU LÜÜÜÜGST!
Rechne mal nach, ist gar nicht möglich.

algunder
algunder
Superredner
17 Tage 5 h

des muas uane der brutalsten dinge sein , wenn die eltern ein kind zu grabe tragen !!
do verstea i guat dass mann ontwortn hobm will

Zugspitze947
17 Tage 4 h

Sehr tragisch ! JEDER Autofahrer MUSS wenn eine Kolonne zum Stillstand kommt SOFORT die Warnblinkanlage einschalten ,immer das letzte Auto dann passiert sowas kaum ! Aber leider fehlt es da an der richtigen Reaktion der Fahrer 🙁

schreibt...
schreibt...
Superredner
17 Tage 2 h

@Zugspitze Nur wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist, muß man die Warnblinkanlage einschalten, sonst nicht!

sophie
sophie
Superredner
17 Tage 16 Min

@schreibt…
Nein nocht ein Gesetz muss das regeln, wenn man Auto fährt muss man bei der Sache sein, das ist SELBSTVERSTÄNDLICH sofort die Warnblinker einschalten, sorry

Zugspitze947
16 Tage 7 h

schreibt: sehr traurig ,also lässt du lieber die Nachfogenden in die stehende Kolonne RASEN und leider oft auch Sterben 🙁 Also in Deutschland ist DAS vorgeschrieben und wird auch meistens so gemacht !!!!!!!!!! 🙂

brunner
brunner
Universalgelehrter
17 Tage 5 h

Viel Kraft den Angehörigen!

Nichname
Nichname
Tratscher
17 Tage 4 h

Dass der Vater verzweifelt ist und sich fragt, wie der Unfall geschehen konnte, ist verständlich. Nicht verständlich ist, wie ihm ein Rechtsanwalt dabei helfen kann. “Übelkeit” (die hier übliche Falschübersetzung des italienischen “malore”, das eine ganz andere Bedeutung hat) kann es wohl kaum gewesen sein. Wenn dem jungen Mann übel geworden wäre, dann hätte er wohl anhalten jkönnen. Das italienische Wort “malore” bedeutet aber nicht (nur) Übelkeit, sondern vor allem “Anfall”, also z. B. Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das ist bei einem jungen Menschen eher auszuschließen. 

Tattamolnia426
Tattamolnia426
Tratscher
17 Tage 2 h

Leidor passiert des öfftors.. Sogor wenn do leschte die Warnblinker ingscholtn hot.. Isch schwierig zu sogn wos wia wieso.. Fakt isch das wenn mon mit 95 km/h a lai kurz weckgschaug, einige Meter in Blindflug gfohrn wert. Des soll koane Beschuldigung sein.. La um zu sogn.. Magari ischo wirklich kurz letz gwortn.. Wer woas.. Obor wenn oano une Woenblinko schteat isches extrem schwar inzischetzn wia schnell mon gleimor kimp. Meischtns krochts nor laidor.. Mein Beileid.. 🌷

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