Signifikante Niederschläge waren selten

Trockenheit trotz Regens in Österreich weiterhin ausgeprägt

Freitag, 08. Mai 2026 | 10:40 Uhr

Von: apa

In den vergangenen 48 Stunden hat es fast überall in Österreich geregnet, bis auf Ausnahmen waren die Mengen jedoch viel zu gering. Nur im Wald- und Mostviertel blieb der Niederschlag aus, berichtete Geosphere am Freitag. In der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Zwettl gab es beispielsweise von 1. März bis 7. Mai insgesamt 22 Millimeter Niederschlag – der Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020 beträgt jedoch 101 Millimeter, also ein Defizit von rund 80 Prozent.

Noch dramatischer stellt sich die Situation im Salzburger Lungau dar. Die Messstation Tamsweg verzeichnete von 1. März bis 7. Mai nur zehn Millimeter Niederschlag, was einem Defizit von knapp 90 Prozent entspricht. “Auch in Tamsweg hat es geregnet. Allerdings nur zwei Millimeter von Donnerstag auf Freitag”, berichtete Geosphere-Klimatologe Alexander Orlik. “Dort hat es also überhaupt keine Entspannung gegeben.” Der Lungau sei grundsätzlich keine niederschlagsreiche Gegend. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt 785 Millimeter. “Das ist vergleichbar mit Wien”, sagte Orlik.

Lage im Wiener Becken verbessert

Etwas verbessert hat sich die Lage im Wiener Becken südlich der Bundeshauptstadt. In Wiener Neustadt fehlten von 1. März bis 7. Mai zwar 74 Prozent des Niederschlags, doch da kamen am Donnerstag 20 Millimeter Regen dazu. “Das sind jetzt in Summe 42 Millimeter – es fehlt aber immer noch die Hälfte auf den Mittelwert”, ergänzte Klimatologe Orlik.

Nicht besser stellt sich die Situation im steirischen Mürzzuschlag dar. Da fielen vom 1. März bis zum 7. Mai 46 Millimeter Niederschlag – um 71 Prozent weniger als im Mittel 1991 bis 2020 (160 Millimeter). Allerdings kamen allein am 7. Mai 24 Millimeter Regen hinzu. Was wiederum bedeutet, dass das Niederschlagsdefizit bis zum 6. Mai 86 Prozent betrug. Orlik: “Eine deutliche Entspannung bleibt auch hier aus.”

Im Vergleich zum Mittelwert 1991 bis 2020 verzeichnete auch Wien von 1. März bis 7. Mai enorme Defizite (39 statt 108 Millimeter), ebenso wie Linz (30 statt 130 Millimeter) und Klagenfurt (26 statt 124 Millimeter). Selbst am Loiblpass, der in den vergangenen 72 Stunden immerhin 45 Millimeter Regen abbekommen hat, ist es immer noch viel zu trocken. “In den vergangenen 48 Stunden hat es zuerst im Westen und dann im Osten geregnet. Bis auf ein paar Ausnahmen – Semmering, Wechsel, Wiener Becken, Burgenland und Innviertel – ist es in nahezu ganz Österreich aber weiterhin sehr trocken”, resümierte Orlik.

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