Von: mk
Bozen – Spenden werden für ehrenamtlich aktive Patientenorganisationen immer wichtiger und grundlegender. Das ist besonders auch im Falle des Vereins Kinderherz Südtirol so, dem Verein, der sich seit nunmehr 20 Jahren sehr aktiv für die Belange der Menschen mit einem angeborenen Herzfehler einsetzt. Es handelt sich hier um eine Pathologie, die gar nicht so selten das Leben von betroffenen Familien durcheinanderwirbelt.
Obwohl heute 75 Prozent der betroffenen Kinder das Erwachsenenalter erreichen – die meisten von ihnen mit einer zufriedenstellenden Lebensqualität – sind doch viele für immer auf medizinische Betreuung angewiesen. Einzelne Lebensabschnitte verlangen ihnen dabei eine besondere Auseinandersetzung mit ihrer meist von außen nicht auf den ersten Blick erkennbaren körperlichen Eigenheit ab.
In der Zeit des Übergangs vom Kleinkind zum Jugendlichen sind häufig komplexe kardiologische Nachoperationen oder Eingriffe mit dem Herzkatheter nötig. Gerade in diesen Fällen greift der Verein Kinderherz in Südtirol ein und versucht den zahlreich, betroffenen Familien im Lande (es sind ca. 200 im Jahr) mit finanzieller, aber auch professioneller Unterstützung zur Seite zu stehen.
Die Schwierigkeiten liegen gerade in der Betreuung der betroffenen jungen Menschen, weil fast immer zumindest ein Elternteil während der stationären Aufenthalte, die durch die erklärten Probleme erforderlich sind im Arbeits- und Alltag daheim ausfällt, um dem Kind in einer spezialisierten Einrichtung im In- oder Ausland die menschliche Nähe zu garantieren.

Zwei besondere Aktionen im Überetsch haben letzthin für viel Begeisterung beim Verein Kinderherz gesorgt. Da war auf der einen Seite, eine spezielle Veranstaltung der Sektkellerei Winkler aus Girlan mit einem überaus geglückten und spektakulären Weltrekordversuch im Entkorken von 96 Sektflaschen durch den Gastronom Mirko Rainer, der vom rührigen Hausherrn Michael Winkler eingefädelt wurde, sowie eine Geburtstagsfeier bei Familie Felderer in Kaltern bei der das Leben, nach einem gut überstandenen Arbeitsunfall des Jubilars Toni Felderer gefeiert wurde.
„Gerade diese beiden Beispiele aus der Zivilbevölkerung zeigen, wie wertvoll der Zuspruch aus der Bevölkerung ist, gerade dann ,wenn es darum geht Härtefälle zu begleiten, die wie beim Verein Kinderherz, bedingt durch eine schwerwiegende Erkrankung am Herzen, neben der klinischen und psychologischen Komponente, die betroffene Familie ebenso nicht selten in eine extreme finanzielle Schieflage bringen kann. Der Erlös der beiden Initiativen von insgesamt 15.500 Euro ermöglicht es nun ganz konkret Familien im Lande mit unterschiedlichen Leistungen zu schaffen – sowohl bei der Bereitstellung von Rehamaßnahmen, von therapeutischen Hilfsmitteln als auch von finanziellen Hilfen bei der Begleichung von Aufenthaltskosten, die im Zuge der Behandlung der Patienten im In- und Ausland anstehen“, so Kinderherz Präsident Ulrich Seitz.




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