Von: mk
Fanes-Tal – Die 54-Jährige aus Slowenien, die von einer Wanderung in die Dolomiten nicht zurückgekehrt ist, konnte nur noch leblos ausgefunden werden. Wie berichtet, war die Frau als vermisst gemeldet worden. Einsatzkräfte aus dem Belluno und Südtirol hatten nach ihr im Gebiet des Fanes-Tals und der umliegenden Dolomitengipfel gesucht.
Die Mutter der Vermissten hatte bei den Carabinieri in St. Ulrich in Gröden Alarm geschlagen, nachdem sie den Kontakt zu ihrer Tochter verloren hatte und sich zunehmend Sorgen machte.
Laut ihren Angaben hätte sich die 54-Jährige eigentlich im Grödnertal aufhalten sollen. Die Ermittlungen nahmen jedoch eine Wendung, als die Auswertung von Überwachungskameras zeigte, dass das Auto der Frau am Samstagabend in Richtung Fiames bei Cortina unterwegs gewesen war. Am Sonntagabend entdeckten die Einsatzkräfte den Wagen schließlich auf einem Parkplatz in Felizon, direkt am Eingang zum Naturpark der Ampezzaner Dolomiten.
Eine Auswertung der Mobilfunkdaten ergab, dass das Handy der Wanderin zuletzt am Sonntagmorgen gegen 7.00 Uhr im Bereich des Col Rosà im Mobilfunknetz eingeloggt war. Dann war das Telefon ausgeschaltet oder nicht mehr erreichbar.
Die Rettungskräfte haben daraufhin den Klettersteig des Col Rosà in beide Richtungen abgesucht. Auch bei den Schutzhütten in der Region wurde nachgefragt, ob die Frau dort gesehen wurde – bislang ohne Erfolg. Die Suche wurde am Montagmorgen weiter intensiviert. Ein Hubschrauber der Finanzwache überflog das Gebiet. Zudem war ein Hubschrauber der Feuerwehr im Einsatz.
Am Dienstagabend wurde schließlich der leblose Körper der Slowenin in einer Schlucht unterhalb des oberen Fanes-Wasserfalls aufgefunden. Nach ersten Rekonstruktionen war die erfahrene Wandererin auf der beliebten Rundtour der Fanes-Wasserfälle unterwegs. Im Bereich des Einstiegs zum dortigen Klettersteig muss sich das Unglück zugetragen haben: Die Frau verlor offenbar den Halt, rutschte aus und stürzte rund 40 Meter tief in den Abgrund.
Nach der Freigabe durch die Behörden wurde der Leichnam von einem der beiden Hubschrauber mittels Seilwinde geborgen. Die Tote wurde zum Landeplatz des Codivilla-Krankenhauses in Cortina transportiert.
An der Suchaktion beteiligten sich die Berg- und Höhlenrettungsdienste von Cortina d’Ampezzo und St. Vigil in Enneberg, die Bergrettung der Finanzpolizei, die Feuerwehr und die Carabinieri. Auch Drohnenpiloten sowie zwei Mantrailer-Suchhunde des Alpenvereins Südtirol (AVS) standen im Einsatz.
„Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei der Familie der Verstorbenen“, erklären die Bergretter in einem Statement auf Facebook.




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