Waldverjüngung durch Wildverbiss gefährdet

Waldverjüngung durch Wildverbiss gefährdet

Samstag, 15. Dezember 2018 | 11:06 Uhr

Bozen – Der Abschussplan für Rehe und Gämsen wurde im laufenden Jahr nicht erhöht, wohl aber jener für Rotwild, berichtet das Landesamt für Jagd und Fischerei.

Trotz eines strengen Winters war im Frühjahr dieses Jahres noch nie so viel Rotwild wie seit 2001 gezählt worden: Dieses Ergebnis, unterstreichen der Direktor des Landesamtes für Jagd und Fischerei Luigi Spagnolli und sein Stellvertreter Andreas Agreiter, weise auf gestiegene und nicht sinkende Bestände hin und vor allem darauf, dass der Abschuss der vergangenen Jahren beim Rotwild unzureichend war, um den Bestand zumindest nicht noch weiter anwachsen zu lassen.

Nach Angaben des Amtes für Jagd und Fischerei mehren sich die Klagen aus der Land- und Forstwirtschaft darüber, dass die Waldverjüngung laut Erhebungen der Forstbehörde in manchen Gebieten ernsthaft gefährdet ist: “Zuviel Rotwild bedroht die Wälder, deren Verjüngung total gefressen wird, und beschädigt die Landwirtschaft”, betont Spagnolli, “deshalb wurden die Abschusspläne erhöht.”

Da rund 1,5 Prozent der Waldfläche von Windwurf betroffen ist, darf die Nichterfüllbarkeit der Abschusspläne nicht landesweit, sondern höchstens lokal als mögliche Folge in Betracht gezogen werden.

Wildtiere passen sich an

Wildtiere reagieren instinktiv auf Naturphänomene und sind deshalb nicht hilflos oder orientierungslos, sondern ganz im Gegenteil sehr anpassungsfähig. Sie verstehen es, die neuen Gegebenheiten für sich zu nutzen, die am Boden liegenden Äste mit ihrer grünen Nadelmasse dienen den Hirschen, Rehen und Gämsen derzeit als Nahrung.

Die aufgelichteten und offenen Waldflächen schaffen in den kommenden Jahren gute Äsungsflächen, dies unterstützt die Vermehrung des Schalenwildbestandes. Allerdings sind im Winter auf Kahlflächen die vom Schnee bedeckten Gräser nicht erreichbar, deshalb werden bevorzugt die herausragenden Triebe der aufwachsenden Jungbäume verbissen.

Zugleich ist aber die rasche Bewaldung der Kahlflächen absolut notwendig. Der Verbiss beeinflusst die aufrechtzuerhaltenden Waldwirkungen – darunter auch die Schutzfunktionen – ungünstig. Die Bejagbarkeit des Wildes wird nach den ersten Jahren erschwert, weil Dickungen die Einsehbarkeit stark reduzieren.

Aus diesen Gründen ist in den betroffenen Windwurfgebieten schon jetzt an eine verstärkte Bejagung zu denken, da es in den Folgejahren immer schwieriger sein wird, den Wildbestand für die notwendige natürliche Verjüngung des Waldes ausreichend zu regulieren, erläutern Spagnolli und Agreiter und berufen sich auf Erfahrungen mit Windwürfen in Wäldern Österreichs und Deutschlands. Der Abschussplan für Rehe und Gämsen wurde 2018 nicht erhöht, jener für Rotwild hingegen schon.

Die Grafik zeigt den Trend bei Rotwild; die Zählung erfolgte im Frühjahr, die Dunkelziffer iegt stets mindestens 25 Prozent und gebietsweise bei bis über 60 Prozent.

lpa

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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52 Kommentare auf "Waldverjüngung durch Wildverbiss gefährdet"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
typisch
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Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Warum bringen unsere naturschützer keine verbissschutz bei den jungbäumen an?

ando
ando
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

dafür ist unserer landschaftspleger zuständig…

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@ando
Dann sind naturschützer keine landschaftspfleger? Alles klar

Landschaftspfleger
1 Monat 5 Tage

@ando
ja in meiner Zeit als Forstarbeiter, habe ich das oft tagelang getan. Mittlerweile gehe ich neben meiner kleinen, jedoch arbeitsaufwendigen Landwirtschaft einer anderen Vollzeitbeschäftigung nach.
Diese von dir vorgeschlagene Tätigkeit wäre u.a etwas für Leute, die neben ihrer Arbeit nichts haben und oft nicht wissen was sie mit ihrer üppigen Freizeit anfangen sollen.

m. 323.
m. 323.
Superredner
1 Monat 5 Tage

@ando wer sein di Londschoftspfleger???sichr net de poor gscheidn de olm olls bessr wissen…

@
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Tratscher
1 Monat 5 Tage

@typisch
Wie konnte der Wald überhaupt entstehen ohne Verbissschutz?

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 5 Tage

@m. 323.
der Wolf!

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage
typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@@ du redest von diesen verwilderten verkrüppelten wälder wo man jahrzehte lang nichts getan hat , ja die gibt es auch noch

@
@
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@typisch
Ich rede davon, dass früher Großraubtiere den Wildbestand geregelt haben. Du scheinst nicht zu wissen! Wovon du redest. Am 12. 12. schreibst du noch, dass das Wild wegen fehlendem Unterschlupf eher nicht in die zerstörten Wälder zurückkehrt und jetzt befürchtet du den Verbiss?

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@@
Sollten wir uns wieder der steinzeit annähern wo wölfe bären und sebezahntiger wald und felder beherrschten, dann fang du damit mal an in eine höle zu wohnen, denn frűher war alles besser

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@@

Ja gute Frage😄
Wahrscheinlich haben Bäume frühet nicht so gut geschmeckt

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@typisch

Deine Logik möchte ich haben😄
Ich denke man sollte eher die Landwirtschaft eindämmen.

Diese wird ja auch von der Allgemeinheit querfinanziert.

Man sollte immer Schaden und Nutzen abwegen!

ich und du
ich und du
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

@@ woasch du seit wenns bi ins roatwild gib? also bitte erster informieren nor schreiben

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Seit 2001 war noch nie so viel rotwild in den wäldern, wie erklären sich das tierschützer indem sie behaupten dass durch die zu vielen jäger aller leer geschossen wird, bitte um auferklärung?

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 5 Tage

@typisch…du bist wie der Nürnberger Trichter. Finde es selber heraus, dann wirst du Einsicht erlangen, statt Antworten von anderen erhoffen, die du dann doch nicht akzeptierst.

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@barbastella
Eine antwort die vom thema abweicht ist auch eine antwort, alles klar

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@barbastella haha iatz sein der mol di argumente ausgongen weil du di ontwort do drauf a nit woasch gell.
Wenn dus wissesch hasch sicher schun deine Weisheitn kund gegeben

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 5 Tage

@typisch
Wölfe stören, weil sie Schafe fressen; Murmeltiere stören, weil sie Berghütten zum Einsturz bringen, Kormorane stören, weil sie den Fischern die Fische wegfressen, Rotwild stört, weil es Bäume frisst….
Also Schäfer, Bauern, Wirte, Waldbesitzer, Fischer… welche Tiere stören euch nicht?

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@barbastella Sei du mol Schäfer Woldbesitzer oder Bauer und nocher schaugmer wos du sogsch wenn du von dem lebm muasch.

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@barbastella
Ein kleiner bruchteil von allen tieren die in sűdtirol leben, also wenn ich höre dass schüchterne murmeltiere berghűten zum einsturz bringen scheint mir dein wissen sehr begrenzt zu sein. Dass der kormoran nicht nur fische frisst sondern auch fische verletzt die dann verhenden so wie auch bei wolfsrissen scheint dir wohl zimlich gleichgültig zu sein, diese art von töten gefällt dir wohl am besten

Landschaftspfleger
1 Monat 5 Tage

@barbastella
“echte” Fledermäuse😆

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Weil der Mensch immer seine Finger im Spiel hat!

Im Kanton Genf ist die Jagd verboten……Und die Popolation dort ist stabil

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@barbastella

Da finden wir sicher noch ein Lebewesen als neuen Erzfeind😄

Im Ernst….Wir bezahlen für eure Wald-und Wiesentraumwelt. Also würde ich mal anfangen etwas kleinere Brötchen zu backen!

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@typisch

Der Komoran verletzt Fische? 😡
Dieser Vogel ist ein sadistischer Drecksack!

Zum Glück haben wir unsere Jäger die nur aus Tierliebe töten😄

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@genau Gea hear auf die Jogd isch vieleicht verboten ober bisch du glott so naiv und muans do weart nit gwildert wos lei geat.und auserdem des hosch bestimmt lei glesn oder im Fernsehn gsechn Papier und medien sein geduldig.

Missx
Missx
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Mich wunderts immer, wie es möglich war, dass sich die Natur über Jahrmillionen selbst regulieren konnte ohne das Eingreifen des Menschen. Auf einmal (seit ein paar hundert Jahren) ist der Mensch für den Erhalt der Natur unverzichtbar 😉

diamant
diamant
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

………..und der ganze heutige Wald ist OHNE den ganzen Forstapparat komplett ALLEINE gewachsen……….kaum zu glauben.

Landschaftspfleger
1 Monat 5 Tage

Früher war die Natur auch großflächiger, denn dort wo heute die sogenannten Natur- und Tierschützer in ihren Stadtwohnungen und Büros Natur – und Tierschutzprojekte vorantreiben, war früher Sumpfgebiet!

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Dann geh doch in eine höle zu wohnen wie vor jahr millionen

diamant
diamant
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Der Wildbestand ist NICHT höher, sondern die Zählmethoden wurden verfeinert…………., im Frühjahr nach dem letzten Winter hatte sich das Rotwild auf die besten Zonen konzentriert, wo Zählungen durchgeführt werden, deshalb die höheren Zahlen………..

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 5 Tage

wild losst sich nit zähln des isch ollm ehr lei a Schäzung weil an bestimmten prozentsatz kriag se bei de zählungen gor nit zu gesicht.Und wieviel Wild sich genau in die Wälder aufholtet woas niamand weil olle sein se nit grod beim zähln in a Wiese drinn oder sunscht irgendwo wo man sie sig.Ober das des domit zomhängt wie viel gezählt werdn häng sicher a von strengen Winter unkd so ob do loss i dir recht und wie viviel prozent nit gsechn wern konn glabi niemand so genau sogn

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Achso, du behauptest dass da gezählt wird wo ein höherer wildanteil herrscht, interessant also bist du bei den zählern

Landschaftspfleger
1 Monat 5 Tage

Dieses folgenschwere Ungleichgewicht in der Natur, wie im beschriebenen Fall zu viel Rotwild, werden die Tierschützer & Co wohl genauso wenig verstehen, wie die notwendige Landschaftspflege gegen Lawinen, Waldbränden, Erosionen, Überschwemmungen usw..

buggler
buggler
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

immer und überall ist das wild schuld , wenn dies was die herren von sich geben stimmen würde wäre der stilfser joch nationalpark in dem die jagd 20 jahre total verboten war kahlgefressen

Landschaftspfleger
1 Monat 5 Tage

In den ersten jahren des Jagdverbots vermehrte sich das Wild im Park sehr stark, Wiesen, Äcker, Jung- und Schutzwälder wurden teilweise stark beschädigt, dann haben sich die betroffen Leute organisiert und sich selbst geholfen. Jedes kl. Kind hat verstanden, dass die dunkel gekleideten Männer durch die Regelierung des Wildbestandes sie vor Steinschlag und Lawinen schützen, und hätte diese nie und nimmer verraten. Durch die fehlende gegenseitige Kontrolle wurde später teilweise stark übertrieben. In diesen Gebieten gibt es sei der Wiedereinführung der Abschüsse durch die Jäger wieder einen gesunden Wildbestand.

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 5 Tage

sog mol wo lebschn du hintern Mond muasch du im Nationalpark wert nichts geschossen.Im parkt wert gwildert wos lei geat weil kuan Jager umer isch der stören kannt und de poor Aufsehr kennen a nit überoll sein.

buggler
buggler
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

@madoia, du brauchsch mir nix drzeln i bin in park geborn und wohn do sei 63 johr, kenn mi sau guat aus

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@buggler Jo man sig in di Kommentare dass du di sauguat auskennsch.Mann mecht gor nit muanen dass schun so olt bisch in gonzn Stumppsin noch denn du do orlosch

buggler
buggler
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

@madoia jo du wersch so a gscheidr sein mit insre stuirgeldr studieren nor keman und gscheide Theorien do herquatsch

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@buggler haha na i Studier nit und um gwisse sochn zu kneissn muas man nit Studiert hobm.Ober i leb in der nähe vom Park und sich genau wos die Bauern de direkt am Park grenzn ode im Park lebm für probleme mitn Rotwild hobm teilweise 20 Stück und no mear von de in der Wies drinn mit eigenen Augn gsechn.10 km vom Park awek isch schun bissl besser also konn mir niamand sogen das do a regulierung nit gerechtfertigt war.

buggler
buggler
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

@madoia i hon verständnuss für die bergbsuern und a nix gegn der regulierung , viele kolegn fa mir beteiligen sich, du muasch lesn wos i schreib mi ärgert dass fir ols s wild schuld isch , jede maus , jedr vogl, jedr hos , reh, roatwild gewisse leit isch ols in weg, und uman wold ischs it so letz wia si redn, die forst mocht a groaße fehler lei sein die sem in rente bis die folgen fa die Fehlentscheidungen sichbor wern , Beispiel föhren setzn

Apollon
Apollon
Tratscher
1 Monat 3 Tage
@buggler Die Förster, welche damals die Föhren gepflanzt haben sind nicht in Rente, die sind schon lange tot. Aus heutiger Sicht war es sicher ein Fehler Föhren zu pflanzen, damals war es gar nicht so falsch. Heute ist der Prozessionsspinner das eigentliche Problem, nicht die Föhren an und für sich. Für die Ausbreitung des Prozessionsspinners gibt es andere Gründe. Die Forstbehörde und die Waldbesitzer haben in den letzten Jahrzehnten sehr gute Arbeit geleistet. Das Problem ist, dass viele nicht verstehen, wie wichtig ein gesunder Schutzwald ist! Klar wachsen die Bäume alleine, aber es braucht Durchforstungen und Waldpflegemaßnahmen. Großes Geld ist… Weiterlesen »
Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 5 Tage

@ diamant
Das stimmt ,der Wald braucht keine Sesselkleber noch  ….perten,früher wenn das Vieh in den Wald durfte war der Wald zehn mal besser als heute.

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 5 Tage

wias scheint mocht dor liebe wolf nit die orbeit wia er sollte

Calimero
Calimero
Superredner
1 Monat 5 Tage

Na dann, Waidmannsheil Ihr sogenannten Heger und Pfleger der Natur.

Doiger
Doiger
Tratscher
1 Monat 5 Tage

So viel zum ewigen Thema dass sich der Wildbestond selber regelt und es die Jäger net brauch.

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 5 Tage

@ barbastella
Eine Sache ist akzeptieren und eine andere Sache ist kapieren 😜.
Mancheiner akzeptiert nicht weil er es nicht kapiert , da muß man eben ein bisschen Verständniss aufbringen 😁😁

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Da werden sich die neuen Jäger aber freuen. 🤔

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Rehe besiedeln eigentlich WALDRANDZONEN!
Doch auch die Jagd verändert die Lebensgewohnheiten dieser Tiere!

Wenn der Mensch nicht immer in der Natur rumpfuschen würde hätten wir auch dieses Problem nicht.

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 4 Tage

wos verschteaschn du a schun sei mol still du Kearnbeisser

Jefe
Jefe
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Vor 3 Tage war no h die Angst da…das die Tiere alle weg sind….jetzt geht es wieder darum…das zu viele Tiere sind: Diese Jäger oder Naturpfleger wie sie auch immer heißen….wissen auch nicht was sie wollen …..

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