Von: mk
Bozen – In der Nacht vom 26. auf den 27. November ist es in Bozen im Rahmen eines Rettungseinsatzes des Weißes Kreuz am Ex-Alimarket zu einem schwerwiegenden Vorfall gekommen. Bei Eintreffen der Rettungsmannschaft am Einsatzort wurden die Mitarbeiter sowohl vom Patienten als auch von dessen Begleitpersonen körperlich und verbal angegriffen und verletzt.
Erst durch das Einschreiten der Carabinieri konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Im Anschluss wurde der Patient in das Krankenhaus Bozen transportiert. Die verletzten Mitarbeiter des Weißen Kreuzes wurden ebenfalls im Krankenhaus medizinisch versorgt. Der Landesrettungsverein hat rechtliche Schritte eingeleitet. Die Vereinsführung des Weißen Kreuzes verurteilt diesen Übergriff auf seine Mitarbeiter aufs Schärfste und stellt sich mit voller Solidarität hinter die betroffene Besatzung, die ausgerückt war, um anderen Menschen zu helfen und dabei selbst verletzt wurde.
Die Mitarbeiter des Weißen Kreuzes werden seit Jahren in den Bereichen Aufklärung, Deeskalation, Gewaltschutzstrategien und Eigensicherung geschult. Trotz dieser Maßnahmen zeigt der aktuelle Vorfall, wie wichtig Respekt und Unterstützung gegenüber allen im Rettungsdienst tätigen Personen sind. Der Landesrettungsverein appelliert daher für mehr Respekt vor Einsatzkräften und Wertschätzung gegenüber einem Dienst, der in Südtirol flächendeckend freiwillige erbracht wird.
Auch wenn es in den vergangenen Jahren keine dokumentierte Zunahme von Gewalt gegen Einsatzkräfte im Rettungsdienst gegeben hat, ist es dem Weißen Kreuz ein Anliegen, ein klares Zeichen zu setzen: Der Verein hilft seit seiner Gründung vor 60 Jahren allen Menschen in Notlagen – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder persönlicher Situation – und will dieser Aufgabe weiterhin ohne Angst und Zweifel nachgehen können. Auch wenn aufgrund solcher Einzelfälle weder Alarmismus noch Aktionismus angebracht ist, wird das Weiße Kreuz Gewalt und Übergriffe bei der Ausübung seiner wichtigen Tätigkeit nicht akzeptieren.




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